Kita „Kindertraum“ beteiligt sich bei Nachhaltigkeits-Projekt des Landes NRW
Deckelsammeln? Ausgezeichnet!

Münster-Nienberge -

Mit dem Bewusstsein für den Umweltschutz kann man nicht früh genug beginnen - so denkt man zumindest in der Kita „Kindertraum“ in Nienberge. Für ein Nachhaltigkeits-Projekt gab es nun eine Auszeichnung.

Montag, 23.11.2020, 04:30 Uhr
Am Eingang zur Kita „Kindertraum“ ist bereits der Hinweis auf die Auszeichnung angebracht. Über den Erfolg des Sammelprojekts freuen sich auch (v.l.) Kita-Leiterin Susanne Bober und Linus, Jonte und Frieda
Am Eingang zur Kita „Kindertraum“ ist bereits der Hinweis auf die Auszeichnung angebracht. Über den Erfolg des Sammelprojekts freuen sich auch (v.l.) Kita-Leiterin Susanne Bober und Linus, Jonte und Frieda Foto: Hubertus Kost

Plastikdeckel sammeln. Das hört sich zunächst nicht spektakulär an. Aber man kann Kinder damit für Umwelt, für Weiter- und Wiederverwertung von Abfall und insgesamt für Nachhaltigkeit sensibilisieren – und dafür sogar ausgezeichnet werden. So wie die Kita „Kindertraum“ an der Langenhorster Stiege in Häger.

Als einzige Kindertagesstätte in Münster erhielt sie – neben 14 Schulen – jetzt eine Auszeichnung für die erfolgreiche Teilnahme an einem Nachhaltigkeits-Projekt des Landes NRW, bei dem ganz überwiegend Schulen mitmachten. Über den Erfolg freuen sich Eltern, Kinder und das Team mit der Leiterin Susanne Bober .

Nachhaltigkeit war in den vergangenen drei Jahren in der Kita „Kindertraum“ ein Thema in mehreren Variationen: Es ging um Müllvermeidung, Wiederverwertung und gesunde Ernährung.

Die Jungen und Mädchen lernten spielerisch und dabei anhand von Beispielen, dass Müll durchaus wertvolle Bestandteile hat und deshalb weiter und neu verwendet werden kann. Zum Thema Ernährung wurden Hochbeete gebaut und mit Salat, Tomaten und Erdbeeren bepflanzt. Heimische Produkte, die nicht über lange Wege herangeschafft werden müssen.

Dann kam die Idee mit den Plastikdeckeln. Susanne Bober kannte die Aktion „Deckel drauf“ des Rotary-Clubs Deutschland, der dazu aufruft, Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen und Getränkekartons zu sammeln. Das Material wird verwertet, der Erlös aus den Sammlungen dient der Finanzierung von Impfungen gegen Kinderlähmung in Entwicklungsländern.

Damit war das Kernthema klar: Plastikdeckel muss man nicht wegwerfen, sie werden verkauft und aufbereitet. Mit dem Geld wird Impfstoff gekauft, um die Kinderlähmung in den Ländern auszurotten, in denen Menschen kein Geld für eine Impfung haben. „Wir wollten vermitteln, dass selbst Plastikdeckel wertvoll sind und letztlich anderen Menschen helfen,“ sagt Susanne Bober. Auch der soziale Aspekt sei wichtig.

Das Thema bezog auch die Eltern ein, die in der privat als eingetragener Verein organisierten Kita alle sehr aktiv sind. Das Ergebnis der Aktion: Die gesammelten Deckel haben ein Gewicht von 1000 Kilogramm.

Ansporn zum Weitermachen? „Auf jeden Fall,“ sagt die Kita-Leiterin: „Jetzt sammeln wir Metalldeckel.“ Kontakte bezüglich der Verwertung gibt es auch bereits.

Das Landesprogramm wird fortgesetzt und soll Nachhaltigkeit im Schulunterricht verankern. Kitas können teilnehmen, wenn sie eine Partnerschule haben. Die Kita „Kindertraum“ hatte bereits bei einem anderen Projekt die Waldschule Kinderhaus als Partner und durfte deshalb bei dem Landesprogramm „Schule der Zukunft“ mitmachen.

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