Besondere Sternsinger-Aktion in Nienberge
Ein „Segen to go“ anstatt der Wanderung von Haus zu Haus

Münster-Nienberge -

Sternsinger ziehen dieser Tage nicht wie gewohnt durch die Straßen. Die Gemeinde St. Sebastian hatte sich in Zusammenarbeit mit der Dachorganisation der Sternsinger aber etwas Besonderes einfallen lassen.

Montag, 04.01.2021, 18:38 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 18:40 Uhr
Sternsinger mal ganz anders: Bereits in der ersten Stunde verteilten die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde St. Sebastian rund 300 „Segen to go“, weil der klassische Besuch an der Haustür dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste.
Sternsinger mal ganz anders: Bereits in der ersten Stunde verteilten die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde St. Sebastian rund 300 „Segen to go“, weil der klassische Besuch an der Haustür dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste. Foto: cro

Aktuell ist vieles anders. Das gilt auch für die Sternsinger. Während die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde St. Sebastian in den vergangenen Jahren noch den Segen „Christus mansionem benedicat“ von Haus zu Haus trugen, fiel die Aktion dieses Mal aus.

Doch die Gemeinde hatte sich in Zusammenarbeit mit der Dachorganisation der Sternsinger etwas Besonderes einfallen lassen, wie Pfarrsekretärin Tanja Antepohl erklärte: „Dieses Jahr gibt es den Segen to go.“

Das Konzept war ein voller Erfolg: Die Gemeindemitglieder konnten zur Kirche St. Sebastian kommen und sich vorgefertigte Tüten abholen. Darin war neben dem Segensspruch auch ein Aufkleber mit den berühmten Buchstaben. „Wer es lieber klassisch mag, der findet auch ein Stück Kreide, um die Tür zu beschriften“ so Antepohl.

Zusätzlich hatte die Gemeinde gerade für die Kinder auch noch ein Stück gelbe Kreide parat: „Damit sollen alle auf die Straße gelbe Sterne malen. Vielleicht schaffen wir es, dass am Ende der Woche ganz Nienberge mit Kreidesternen verziert ist.“

Den Gästen gefiel die Aktion ausgesprochen gut. „Man muss sich was einfallen lassen“, so eine Seniorin, die natürlich mit Mund-Nasenschutz in die Kirche kam. Dort stand ein Sternsinger mit einem Kescher bereit, um das Spendengeld in entsprechender Distanz anzunehmen. Ein anderer Besucher versicherte: „Es würde einfach etwas fehlen, wenn der Segen nicht zu Jahresanfang an der Tür stehen würde.“ Daher nehme er das Angebot der Gemeinde gern an. Antepohl bestätigte: „Wir haben in der ersten Stunde schon rund 300 Tüten herausgegeben und werden sicher noch einmal nachpacken müssen.“

Bereits im Vorfeld konnten sich Nienberger zu der Aktion auch anmelden, um Besuch der Sternsinger zu bekommen. „Dort gehen die Jugendlichen hin und legen die Tüte vor die Tür“, erklärte die Pfarrsekretärin. Die Spende werde dann einfach bis Ende des Monats überwiesen. „Wir werden auch dieses Jahr wieder Bischof Kräutler in Brasilien unterstützen.“

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