CDU bewertet die Fortschritte verschiedener Projekte in Nienberge
Bewegung an vielen Ecken

Münster-Nienberge -

Ein neues Baugebiet, der avisierten Umzug des Feuerweh-Gerätehauses, die Umwandlung des Tennenspielfeldes des SC Nienberge in einen Kunstrasenplatz oder die Sanierung der Grundschule: Im Stadtteil herrscht die nächsten Jahre jede Menge Bewegung.

Montag, 22.02.2021, 18:52 Uhr
An der Stadtteilentwicklung wollen die Nienberger Christdemokraten „intensiv dranbleiben“. Das betonten (v.l.) Matthias Oskamp, Meik Bruns und Karin Park-Luikenga im Gespräch mit unserer Zeitung (das Foto entstand im Sommer vergangenen Jahres).
An der Stadtteilentwicklung wollen die Nienberger Christdemokraten „intensiv dranbleiben“. Das betonten (v.l.) Matthias Oskamp, Meik Bruns und Karin Park-Luikenga im Gespräch mit unserer Zeitung (das Foto entstand im Sommer vergangenen Jahres). Foto: CDU

Der Blick in die Zukunft ist realistisch: Im Jahr 2024 soll das geplante Baugebiet an der Feldstiege „baureif“ sein. So nennen das die Fachleute. Anders formuliert: 2024 können die ersten Häuser errichtet werden. Dann wird Nienberge weiter wachsen. 500 bis 700 Wohneinheiten (Ein- und Mehrfamilienhäuser) sind dort geplant. Aktuell werde ein städtebaulicher Wettbewerb vorbereitet, der im April oder Mai zur politischen Beratung vorliegen soll. Das teilte die Nienberger CDU-Spitze auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Die Arbeit am Stadtteilentwicklungskonzept, in dem das Baugebiet Feldstiege ein Schwerpunkt ist, komme voran, erläuterten Meik Bruns (Vorsitzender der CDU-Ortsunion) sowie seine Stellvertreter Karin Park-Luikenga und Matthias Oskamp. Das Konzept wurde im vergangenen Jahr in einer „Projektwerkstatt“ (drei Veranstaltungen mit mehreren Hundert Interessierten) vorgestellt, diskutiert und auf den Weg gebracht.

Dabei ging es auch um die Erweiterung der Grundschule. „Wir freuen uns, dass dafür in den nächsten Jahren Mittel im städtischen Haushalt zur Verfügung stehen,“ sagt Meik Bruns. Konkret 14 Millionen Euro von 2021 bis 2025. Im März ist ein Kolloquium mit Architekten geplant, im Juni werden alle eingereichten Entwürfe ausgestellt. Im Neubaugebiet soll – wie bekannt – eine weitere Grundschule entstehen.

In Häger ist die fehlende Druckrohrleitung nach Coerde an die Hauptkläranlage ein Hemmschuh für die bauliche Entwicklung. „Es muss jetzt endlich vorangehen,“ fordern die Christdemokraten und verweisen auf die bereitstehenden finanziellen Mittel. Dann wird auch Häger wachsen: 575 Wohneinheiten sind geplant.

„Auf dem Weg“ ist das neue Feuerwehrgerätehaus, das am Vögedingplatz entsteht. 3,5 Millionen Euro sind dafür bis zum Jahr 2023 bereitgestellt. Der Sportclub SCN darf sich auf einen Kunstrasenplatz freuen, der in diesem Jahr realisiert werden soll. 500 000 Euro sind eingeplant.

Nienberge und Häger mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden, da könnte das Loop-Modell Pate stehen, erläutert Ulrich Oskamp. Der individuelle „Fahrservice auf Bestellung“ wird seit September 2020 in Münsters Süden erprobt. Die CDU-Ortsunion sieht darin auch ein Modell für Nienberge.

Die Verlegung des Bahnhaltepunkts Häger soll – so wurde es in der „Projektwerkstatt“ überlegt – „geprüft“ werden. Die CDU sieht aber auch ein ganz naheliegendes Problem: Die Sauberkeit am aktuellen Haltepunkt wird bemängelt. Die Stadt zahlt jährlich 90 000 Euro als Stationspreis an die Bahn, die dafür Service, Sicherheit und Sauberkeit zu leisten hat.

An den anderen Themen des Stadtteilentwicklungskonzepts bleiben die Christdemokraten „intensiv dran“, verspricht Karin Park-Luikenga, die sich auch in der Bezirksvertretung Münster-West engagiert. Sie fördert aktuell ein Projekt, das bei den Stadtteilgesprächen nicht auf dem Programm stand: In Nienberge soll ein „Dirtpark“ entstehen. Die CDU greift damit einen Vorschlag von Jugendlichen auf, die sich – wie in anderen Stadtteilen auch – mit ihren Mountainbikes auf einer Extremstrecke extrem bewegen wollen. Eine Zusage der Stadt sei „auf dem Weg“.

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