15 Nienberger Familien packen bei Wartehäuschen-Erneuerung mit an
„Raststation“ an der Hägerstraße

Münster-Nienberge -

Wenn viele fleißige Hände mitanpacken, dann kann so manches ehrenamtliche Projekt gemeistert werden. So geschehen in Nienberge, wo ein Wartehäuschen in Eigenregie komplett erneuert wurde.

Sonntag, 11.04.2021, 21:39 Uhr
Beispiel für bürgerschaftliches Engagement: Nachbarn der Langenhorster Stiege bauten das alte Buswartehäuschen zu einer rustikalen „Raststation“ um. Zu den Mitwirkenden (v.l.) gehören Mario Krude, Winfried Dahlhaus, Margret und Franz-Josef Oeing und Lisa Krude.
Beispiel für bürgerschaftliches Engagement: Nachbarn der Langenhorster Stiege bauten das alte Buswartehäuschen zu einer rustikalen „Raststation“ um. Zu den Mitwirkenden (v.l.) gehören Mario Krude, Winfried Dahlhaus, Margret und Franz-Josef Oeing und Lisa Krude. Foto: hko

Wartehäuschen an Bushaltestellen sind meistens nur zweckmäßig. Ein Unterstand schützt vor Wind und Wetter, manchmal ist eine Sitzgelegenheit vorhanden. Längere Aufenthalte sind ohnehin nicht vorgesehen.

Aber es geht auch ganz anders: Zwischen Nienberge und Häger fällt seit einigen Wochen ein schmuckes Holzhäuschen in direkter Nähe zur Bushaltestelle an der Hägerstraße/Abzweigung Langenhorster Stiege auf, das schon auf den ersten Blick zum Verweilen einlädt. Wanderer und Radfahrer machen dort gern eine kurze oder auch längere Rast. Und was hat das mit einem Wartehäuschen zu tun?

Nachbarn von der Langenhorster Stiege wissen nicht nur die Antwort, sondern waren am Bau aktiv beteiligt.

An der erwähnten Bushaltestelle hält nur der Schulbus. Das einige Meter entfernte Wartehäuschen gibt es seit 1970. Der „Zahn der Zeit“ hat mächtig daran genagt, der Unterstand schützte kaum noch vor Wind und Wetter. „Da müssen wir was machen,“ sagte Winfried Dahlhaus .

Der Landwirt aus Häger ist bekannt für sein Motto „Nicht viel reden, sondern machen!“ Was er gern unter Beweis stellt. Ein Beispiel für seine Aktivität sind Bänke mit unterschiedlichen Motiven, die er baute und „rund um Häger“ aufstellte. Von der Idee, das alte Wartehäuschen gründlich zu sanieren, konnte er schnell die Nachbarn überzeugen. Neues Dach, neue Wände, neue Pflasterung, dazu ein Tisch mit zwei Bänken, ein Display mit dem Ortsplan von Häger und an den Seiten zwei Laternen, die – ebenso wie das Display – über Solarstrom betrieben werden.

15 Familien machten mit und stellten neben ihrem Arbeitseinsatz noch einen Geldbetrag zur Verfügung, damit das Wartehäuschen neu gestaltet werden konnte.

Winfried Dahlhaus sprach auch die Firma an, die in der Umgebung eine Windkraftanlage baut und für den Transport der Rotorblätter für einen kurzen Zeitraum einen eigenen Weg vorbei an dem Wartehäuschen anlegte. Direkt beteiligen konnte sich das Unternehmen nicht, aber es ermöglichte eine finanzielle Unterstützung von 700 Euro, die in das Nachbarschaftsprojekt einfließen.

Vor wenigen Tagen wurden zwei Blumenkästen an das „Bauwerk“ angebracht, die Bepflanzung spendierte der Blumenhof Kumbrink aus Nienberge.

Die Nachbarn werden sich weiter um die neue Raststation kümmern und freuen sich darüber, dass das rustikale Wartehäuschen genutzt wird. „Das war gute Zusammenarbeit,“ sagt Winfried Dahlhaus. Oder anders formuliert: ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

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