Roxel
Neue Wohnbauflächen im Norden Roxels

Mittwoch, 30.05.2007, 21:05 Uhr

Münster-Roxel. Das Baugebiet Roxel-Nord soll um rund 3,8 Hektar in nördliche Richtung ausgedehnt und somit Raum für weitere Wohnbauflächen im Ort geschaffen werden. Damit dies geschehen kann, wird eine Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplans notwendig, mit der sich am heutigen Donnerstag die Bezirksvertretung Münster-West befasst. Die abschließende Entscheidung fällt am 13. Juni im Rat.

Das Ziel der Baugebietserweiterung beschreibt das Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung so: „Der Mangel an Wohnbauflächen in Roxel sowie der Bedarf an qualitativ hochwertigem Bauland im Stadtgebiet Münster sollen damit gedeckt werden.“ Im Zuge der Planänderung ist vorgesehen, eine derzeit noch als Fläche für die Landwirtschaft und ein als Grünanlage ausgewiesenes Areal in eine Wohnbaufläche umzuwidmen. Parallel dazu soll die Aufstellung eines Bebauungsplans erfolgen.

Die neuen Baugrundstücke sollen über verkehrsberuhigte Anliegerstraßen durch die Verlängerung der Straßen Im Seihof und Bredeheide an die Roxeler Straße sowie über die verlängerte Straße Buschkamp an die Havixbecker Straße angebunden werden.

Geplant ist zudem eine Neustrukturierung des benachbarten Gewerbegebiets „Havixbecker Straße / Stodtbrockweg“, das durch einen Lärmschutzwall vom neuen Wohngebiet abgetrennt werden soll, so dass für dieses „keine Belastungen durch gewerbetypische Emissionen“ entstehen.

Wird in späteren Jahren die schon seit langem in der Diskussion stehende Nordumgehung Roxels gebaut, so soll das Gewerbeterrain über den Stodtbrockweg direkt an die Ortsumgehung angeschlossen werden. „Bis zum Bau der Nordumgehung muss aber die jetzige Anbindung der gewerblichen Erschließung dienen, was mit der heranrückenden Wohnnutzung noch verträglich ist, solange die verkehrliche Nutzung maximal den Status quo beibehält und hier zukünftig nicht intensiviert wird“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Eine Absage soll nach dem Willen der Verwaltung der Anregung zweier privater Eigentümer von Flächen südlich des Stodtbrockwegs erteilt werden: Diese hatten angeboten, ihre Grundstücke in das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans sowie in die Aufstellung eines Bebauungsplans miteinzubeziehen, um damit weitere Wohnbauflächen zu schaffen. Das sei zwar städtebaulich nachvollziehbar, es bestehe aber keine zwingende Notwendigkeit für ein solches Vorhaben, meint die Verwaltung. Außerdem werde eine Berücksichtigung der Anregung zu einer zeitlichen Verzögerung des Änderungsverfahrens führen. Es könne jedoch geprüft werden, ob die Grundstückseigentümer zu einem späteren Zeitpunkt zusammen mit der Stadt Münster in dieser Hinsicht aktiv würden.

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