Roxel
„Spur der Zerstörung und des Vandalismus“

Mittwoch, 30.05.2007, 19:05 Uhr

Münster-Roxel. Das beschauliche Roxel – ein Hort der Kriminalität? Nach Ansicht der CDU-Ortsunion stehen jüngste Ereignisse im Stadtteil Roxel der bundesweiten Kriminalitätsstatistik entgegen: „Eigenes Empfinden und verstärkte Hinweise von Roxeler Bürgern führen dazu, dass wir auf die Meldung, Münster gehöre zu den sichersten Großstädten, mit Unverständnis reagieren müssen“, unterstreicht Ortsunions-Chef Christoph Brands in einer Pressemitteilung.

Bedauerlicherweise würden sich seit geraumer Zeit wiederholt Straftaten in Roxel ereignen, die von Sachbeschädigungen bis hin zur Brandstiftung reichten. „Es zieht sich eine Spur der Zerstörung und des Vandalismus quer durchs Dorf“, malt Brands ein düsteres Bild. „Oft sind es die gleichen Muster von purer Zerstörungswut, die auf ein und dieselbe Tätergruppe schließen lassen.“

So sei es zum Beispiel im Kösters Kämpken zu Beschmierungen von Hausfassaden, Autos, Wartehallen und Briefkästen gekommen. Des Weiteren seien Blumenkübel entwendet oder zerstört, Papiertonnen in Brand gesteckt und Bepflanzungen zertreten sowie Gartenzäune demoliert und Autos zerkratzt worden.

Auffällig ist nach Ansicht der Roxeler Christdemokraten, dass es sich in vielen Fällen um „Kennzeichnungen“ von Jugendbanden handele, die damit „ihr Revier absteckten“. All dies führe dazu, dass sich die Bewohner zunehmend unsicher und belästigt fühlten und dazu übergingen, ihre Häuser abzuschotten, zu sichern und nachts nicht mehr auf die Straße zu gingen, heißt es in der CDU-Pressemitteilung weiter.

Verärgert sind die Roxeler Christdemokraten auch deshalb über diese Entwicklung, da Münsters Polizeipräsident Hubert Wimber kürzlich angekündigt habe, die Streifendienste in Münster auf ein Minimum zurückzuführen. Mittlerweile benötigten die verständigten Beamten oft über eine halbe Stunde, bis sie am Einsatzort in Roxel einträfen.

„Dies führt zu noch mehr Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger, und deshalb fordern wir den Polizeipräsidenten auf, diese Entscheidung zurückzunehmen. Es kann ja wohl nicht sein, dass nachts in der flächengrößten Stadt in NRW nach Köln nur noch zwei Streifenwagen unterwegs sind.“ Im Übrigen sehe die Ortsunion darin einen krassen Widerspruch zum Konzept des NRW-Innenministers „Mehr Fahnden statt Verwalten“.

Schon jetzt ruft die CDU die Bürgerinnen und Bürger in Roxel zu mehr Wachsamkeit und Nachbarschaftshilfe auf. Sie bittet darum, bei entsprechenden Vorfällen sofort die Polizei zu verständigen, damit Straftaten auch aktenkundig werden.

Der Roxeler Bezirksbeamte der Polizei, Udo Rüdenburg, ist unter Telefon 0251 / 27 524 33 zu erreichen.

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