Roxel
„Roxel kein besonders auffälliger Ort“

Freitag, 01.06.2007, 03:06 Uhr

Münster-Roxel. Hat die CDU-Ortsunion zu dick aufgetragen? Aus der Sicht der münsterischen Polizei ist Roxel in Hinblick auf ein gehäuftes Auftreten von Straftaten innerhalb Münsters „kein besonders auffälliger Ort“. Das brachte im Gespräch mit den WN gestern Klaus Laackmann von der Polizei-Pressestelle deutlich zum Ausdruck. Die Roxeler CDU hatte sich am Donnerstag in den WN darüber beklagt, dass sich „eine Spur der Zerstörung und des Vandalismus quer durchs Dorf“ ziehe.

Doch nach Gesprächen mit dem Fachkommissariat und dem Bezirksbeamten steht laut Laackmann außer Frage, dass Roxel gar ein „Hort der Kriminalität“ sein könnte: „Wir können nicht bestätigen, das der Ort eine herausgehobene Rolle spielt!“

In Roxel seien nicht mehr Straftaten zu verzeichnen als in den meisten anderen Stadtteilen auch, unterstrich Laackmann. Es seien jedoch einige „alterstypische Delikte“ – wie zum Beispiel Sachbeschädigungen und Farbbeschmierungen – im Nahbereich von Schulen aufgetreten. Das sei aus polizeilicher Sicht nicht tolerierbar, sei aber auch nicht derartig häufig aufgetreten, dass es als Besorgnis erregend eingestuft und mit geballter Kraft bekämpft werden müsse.

Dass sich Roxeler, wie von der CDU behauptet, nachts nicht mehr auf die Straße wagten, sei der Polizei nicht bekannt: „Dazu hat es von Seiten der Bürger bislang nicht eine einzige Eingabe gegeben.“ Grundsätzlich nehme die Polizei alle Hinweise ernst.

Den Vorwurf der Christdemokraten, die Streifenwagen der Polizei bräuchten oft eine halbe Stunde oder mehr, um den Einsatzort Roxel zu erreichen, weist Laackmann von der Hand: „Das kann ich definitiv ausschließen“. Im Regelfall seien die Beamten „innerhalb von acht bis zehn Minuten“ vor Ort. In dringenden Notfällen mitunter sogar um einiges schneller. Bei den Einsatzfahrten würden allerdings Prioritäten gesetzt. Bei geringfügigen Anlässen, wie zum Beispiel Parkremplern oder Lackschäden, könne es allerdings auch mal etwas länger dauern, bis die Beamten einträfen.

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