MS-West
Surfbrettblume oder Trickle Down?

Dienstag, 03.07.2007, 18:07 Uhr

Münster-Albachten. Die aktuelle Ausstellung Skulptur-Projekte 2007 liefert Hans Kröger derzeit reichlich Inspiration. Von einigen der Beiträge der vielbeachteten Kunstpräsentation im öffentlichen münsterischen Raum ist das Mitglied der Albachtener Künstlervereinigung „pArt 96“ regelrecht fasziniert. So fasziniert, dass er sich vorgenommen hat, den einen oder anderen Beitrag in sein seit 1988 erscheinendes Stadtansichten-Poster mit münsterischen Motiven sowie in seine Serigrafien zu integrieren. Es soll im kommenden Jahr in der überarbeiteten mittlerweile sechsten Auflage erscheinen.

Mit seiner Spiegelreflexkamera hat Kröger in den vergangenen Tagen vielfältige Impressionen der Skulpturen-Ausstellung eingefangen und für eine mögliche Veröffentlichung auf seinem beliebtem Münster-Poster mit der ihm zueigenen Liebe für poppige Farben bearbeitet. So wie er es bereits mit den Oldtimern machte, die der koreanische Künstler Nam June Paik im Rahmen der Skulpturenausstellung 1997 auf dem Vorplatz des münsterischen Schlosses installierte. Die Abbildung mit Paiks Automobilen ist Bestandteil der 36 Münster-Motive des Stadtansichten-Posters und soll es laut Kröger „auch in Zukunft bleiben“.

Derzeit hat der Grafikdesigner die Qual der Wahl: Darüber, was von der Skulpturen-Ausstellung aufs neue Poster kommen soll, hat Kröger sich noch kein abschließendes Urteil gebildet. Er spielt mit Ideen, stellt einige der Kunstwerke zusammen, macht sich Gedanken, welches Motiv das beste sein könnte. Immerhin sollen die Anfang 2008 erscheinenden Stadtansichten statt bislang 36 erstmals 42 bunte Münster-Impressionen bieten.

Besonders angetan haben es dem Mitglied der Albachtener Künstlervereinigung Andreas Siekmanns Skulpturenbeitrag „Trickle Down – der öffentliche Raum im Zeitalter seiner Privatisierung“ vor dem Erbdrostenhof und Marko Lehankas vielbeachtete „Blume für Münster “, die auf dem Prinzipalmarkt zu bewundern ist. Die aus Surfbrettern komponierte Blütenpracht hat Kröger mit „Switch plus“, dem auch als „Goldenen Riegel“ bezeichneten Anlaufpunkt der Skulpturen-Ausstellung an der Ecke Rothenburg /Pferdegasse, auf einer möglichen Stadtansicht zusammengestellt, währenddessen er Siekmanns Werk vor der violett gefärbten Erbdrostenhof-Fassade präsentiert.

Als Problem entpuppte sich das Ansinnen, den offiziellen Schriftzug „skulptur projekte münster 07“ zu verwenden, da dies am Veto der Ausstellungsverantwortlichen scheiterte. Kröger hat ihn bearbeitet, um Ärger zu vermeiden. Gleichwohl wurmt es ihn, den Originalschriftzug nicht verwenden zu können: „Alle reden von Freiheit der Kunst, aber wenn’s drauf ankommt . . .“ Irritiert ist der Künstler zudem darüber, dass die Macher der Skulpturen-Ausstellung es nicht sonderlich gut finden sollen, dass er daran bastelt, einzelne Beiträge miteinander zu kombinieren. „Das find’ ich albern!“

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