Albachten
Abwärtstrend in Nienberge gestoppt

Freitag, 03.08.2007, 18:08 Uhr

Münster-West. Geht die rasante Bevölkerungszunahme in Gievenbeck auch in den nächsten Jahren weiter wie bisher? Nein. Zumindest geht dies aus der Jahresstatistik 2006 hervor, die das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung vorgelegt hat. Zwar wurden Ende 1996 noch 15 889 Bewohner gezählt, und waren es Ende 2006 bereits 18 535. Doch in die nächsten Jahren folgt eine Stagnation, schließlich ist das Auenviertel bald komplett „zugebaut“. Die Prognose reicht bis ins Jahr 2015: Dann sollen 18 496 Menschen in Gievenbeck leben.

Von solchen Zahlen kann Nienberge nur träumen. Seit 1993 hält der Abwärtstrend an, die Bevölkerung schrumpft stetig. Immerhin, ein Silberstreif ist am Horizont auszumachen. Lebten 1993 noch 7305 Bürger in Nienberge, waren es 1996 7203, und Ende 2006 betrug die Einwohnerzahl nur 6487. Das neue Baugebiet am Waltruper Weg wird voraussichtlich viele junge Familien nach Nienberge bringen. Die Bevölkerungskurve zeigt in den nächsten Jahren leicht nach oben: In 2015 sollen es 6811 Bürger sein.

Einen vergleichbaren Abwärtstrend erlebt seit vielen Jahren das Gebiet Sentrup. Dort sank die Bevölkerungszahl von 7618 (1996) auf 6417 (2006). Für 2015 prognostiziert die Stadt 6104 Einwohner.

Das 320 Seiten umfassende Text- und Zahlenwerk gibt auch Auskunft über die Altersstruktur der Bevölkerung.

Als besonders „junger Stadtteil“ präsentiert sich Gievenbeck: 19,6 Prozent der Ende 2006 dort lebenden Bürger waren jünger als 18 Jahre. Gut vertreten ist auch die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen – sie macht immerhin 32,2 Prozent aus. Der Anteil der 30- bis 62-Jährigen beträgt derzeit 38,7 Prozent. Die Gruppe der Menschen, die 65 und älter sind, liegt bei rund neun Prozent.

Und in Nienberge? Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen (bis 18 Jahre) beträgt 16 Prozent. Ins Hintertreffen gerät dieser Stadtteil bei den 18- bis 29-Jährigen: Ihr Anteil beträgt 17,3 Prozent.

Den Löwenanteil bilden mit knapp 48 Prozent die Einwohner im Alter zwischen 30 und 64 Jahren. Sehr hoch ist der Anteil der Nienberger, die 65 Jahre und älter sind: Rund 19 Prozent stark ist diese Gruppe.

Ganz anders die Altersstruktur in Sentrup: Auffallend ist dort, dass 39,6 Prozent der Einwohner zwischen 18 und 29 Jahre alt ist. 13,2 Prozent der auf der Sentruper Höhe Lebenden sind jünger als 18 Jahre und 34 Prozent zwischen 30 und 64 Jahre alt. 12,9 Prozent der Bewohner sind älter als 65 Jahre.

Wie leben die Bürger in Münsters Westen? Allein, zu zweit oder vielleicht in einer Großfamilie? Auch darüber gibt die Jahresstatistik interessante Auskünfte. In Gievenbeck lebt die Mehrheit der Bevölkerung alleine: Der Anteil der Ein-Personen-Haushalte beträgt 46,2 Prozent. Es folgen die Zwei-Personen-Haushalte (24,7 Prozent), gefolgt von den Drei- und Vier-Personen-Haushalten (13 bzw. elf Prozent).

Während die Zahlen für Nienberge denen von Gievenbeck sehr nahe kommen (Ein-Personen-Haushalte 43,1 Prozent, Vier-Personen-Haushalte 9,5 Prozent), sieht es in Sentrup anders aus: Dort haben die Statistiker 61,2 Prozent Ein-Personen-Haushalte gezählt. Eine weitere große Gruppe mit 21 Prozent sind die Zwei-Personen-Haushalte. Privathaushalte mit vier Personen machen in Sentrup nur 5,8 Prozent aus.

Wer das umfangreiche Zahlenwerk genauer studieren möchte: Die Jahres-Statistik 2006 steht kostenlos im Internet unter www.muenster.de/stadt/stadtplanung/zahlen.html zur Verfügung. Wer die Druckversion bevorzugt, bekommt sie für 20 Euro in der Münster-Information im Stadthaus 1 oder im Kundenzentrum im Stadthaus 3.

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