Roxel
Ein runder Treffpunkt

Mittwoch, 29.08.2007, 06:08 Uhr

Münster-Roxel. „Rund, praktisch, gut!“ Ratsfrau und Jurymitglied Sybille Benning zeigte sich bei der Vorstellung des Projektentwurfs begeistert vom neuen Mensagebäude , das die Droste-Hauptschule und die Augustin-Wibbelt-Förderschule für den erweiterten Ganztagsbetrieb erhalten sollen. Nimmt alles den vorgesehenen Gang, dann soll der weitgehend runde Neubau bereits im kommenden Jahr fertig gestellt werden. In der Mensa – sie wird auf dem Grundstück der ehemaligen niederländischen Basisschool errichtet – sollen künftig in zwei Schichten jeweils rund 210 Schülerinnen und Schüler ihre Mittagsmahlzeiten einnehmen können.

Fünf Architekturbüros hatte die Stadt im Rahmen eines begrenzten Wettbewerbs dazu eingeladen, ein Vorplanungskonzept für den Mensa-Bau zu erarbeiten. Eine zwölfköpfige Jury aus Vertretern von Politik, Schulen und Verwaltung kürte aus den eingereichten Vorschlägen den des Gievenbecker Architekturbüros Hilger einstimmig zum Sieger. „Er zeichnete sich gegenüber den anderen Entwürfen ganz erheblich aus“, unterstrich Gerhard Löhr , Leiter des städtischen Amts für Gebäudemanagement, bei der Projekt-Vorstellung in der Wibbelt-Schule.

Geplant sind ein großer Speiseraum mit einer Essensausgabe, eine Küche sowie Nebenräume mit Toiletten für Schüler und Lehrer. Der Entwurf des Büros Hilger geht von einem Kreis als symbolischen Mittelpunkt der angrenzenden Schulen aus. Dieser sieht den Speisesaal als halbkreisförmigen Baukörper vor, der durch den zweiten Halbkreis des Vorplatzes ergänzt wird. Rechtwinklig zu den Grundstücksgrenzen wird ein Gebäudeteil angeordnet, das den Kreis schneidet und unter anderem Küche, Essensausgabe, Lager- und Sanitärräume beherbergt. Schüler gelangen durch die transparente Südfassade in die Mensa, die Anlieferung erfolgt von der Ostseite in den Funktionsbereich.

Das einstimmige Votum für den Hilger-Entwurf fällte die Jury insbesondere deshalb, weil sie die runde Bauform des Speisesaals „als verbindendes Element sowohl als Mittelpunkt des Schulzentrums als auch in seiner weichen geschwungenen inneren Form im Hinblick auf die Wohlfühlqualität in der Mittagspause“ sieht. Des Weiteren hebt das Gremium „die gute fußläufige Erschließung sowie die Aufenthaltsqualität des Vorplatzes“ und den keilförmigen an die Schülerströme angepassten Eingangsbereich hervor. Ebenso wird die „wirtschaftliche Bauweise mit energetisch günstiger geschlossener Nordseite und offener Südseite“ ausdrücklich gelobt.

Das entworfene „Rund“ ist auch aus Sicht der Schulleiter Trumpf: „Wir haben uns die runde Form gewünscht. Damit entsteht ein echter Treffpunkt, in dem Schüler beider Schulen sich wohlfühlen können“, unterstreicht Monika Reynolds, Rektorin der Augustin-Wibbelt-Schule. Im modernen Mensagebäude, das sich gezielt von gewohnten Klassenzimmern unterscheide, könnten die Schüler im gemütlicher Atmosphäre klönen, essen und vom Unterricht abschalten. „Etwas Rundes war fällig“, ergänzt Hauptschulleiter Klaus Pläger.

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