Roxel
2008 geht es an den Pantaleonplatz

Freitag, 21.09.2007, 19:09 Uhr

Münster-Roxel. „Die Vorlage ist nicht überzeugend, unkonkret und vage formuliert!“, wetterte Manfred Rösmann . Doch sämtliche Einwände des sozialdemokratischen Fraktions-Chefs konnten die CDU /FDP-Mehrheit der Bezirksvertretung Münster-West bei der Sitzung am Donnerstagabend nicht zur Vertagung des Themas bewegen: Schwarz-gelb stimmte der Verwaltungsvorlage zur Verlagerung der Bezirksverwaltung an den Pantaleonplatz (die WN berichteten) zu. Läuft alles optimal, dann könnte der Umzug bereits Anfang nächsten Jahres über die Bühne gehen.

Die Sozialdemokraten versagten der Verlagerung – die sie allerdings nicht kategorisch ablehnen – ihre Zustimmung. Rösmann mahnte „eine klare, auf Fakten basierende Vorlage“ an. Seine Fraktion wolle wissen, welcher Erlös bei einem Verkauf des Amtsgebäudes an der Schelmenstiege zu erwarten und wie hoch die Mietkosten für das Ladenlokal an der Pantaleonstraße seien. Welche Investitionskosten fällig würden, wo künftige Sitzungen der Bezirksvertretung stattfinden könnten, welcher Kaufkraftgewinn für die Geschäfte am Pantaleonplatz durch die Verlagerung zu erwarten seien – all das und etliche andere Fragen mehr seien offen, mahnte der SPD-Chef an.

CDU und FDP reichten indes die von der Verwaltung vorgelegten Fakten aus, um die Umsiedlung der Bezirksverwaltung zu beschließen. „Als Politiker muss man auch mal einen Schritt wagen, wenn man nur über 80 Prozent der Informationen verfügt“, unterstrich Wolfhard Ediger. Überaus deutlich sprach sich der Vorsitzende der Christdemokraten zudem für den Verbleib des Amtes in Roxel aus: „Mit mir wird es keine Verlagerung der Bezirksverwaltung aus dem Stadtteil Roxel geben!“

Die in den vergangenen Tagen aufgekommene Diskussion um den Standort und eine mögliche Umsiedlung der Bezirksverwaltung ins boomende Gievenbeck sei kontraproduktiv, so der Christdemokrat. Gievenbeck sei zwar der größte Stadtteil des Bezirks Münster-West, doch das dürfe nicht dazu führen, dass fortan gleich alles dort angesiedelt werde. „Wir müssen stadtbezirksbezogen denken, und nicht nur einen Stadtteil in den Mittelpunkt stellen.“ In Gievenbeck gebe es ohnehin bereits ein Bürgerbüro, das Aufgaben der Bezirksverwaltung wahrnehme.

Erwin Goerke vom städtischen Personal- und Organisationsamt hob bei der Sitzung ausdrücklich hervor, dass die von CDU und FDP abgesegnete Verlagerung der seit 1975 in Roxel beheimateten Bezirksverwaltung für die Stadt von Vorteil sei. Die Miete des avisierten Ladenlokals am Pantaleonplatz sei erheblich geringer als die Ausgaben für den Unterhalt des Amtsgebäudes: „Die Räume dort sind deutlich wirtschaftlicher.“ Auch am neuen Standort werde die Bezirksverwaltung den Bürgern ein uneingeschränktes Leistungsangebot offerieren. Es werde keine Einbußen geben.

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