Roxel
Demnächst am Pantaleonplatz?

Freitag, 14.09.2007, 23:09 Uhr

Münster-Roxel. Stimmt das Stadtbezirksparlament auf seiner Sitzung am Donnerstag (20. September) der Beschlussvorlage des städtischen Personal- und Organisationsamts zu, dann sind die Tage der Bezirksverwaltung im angestammten Amtsgebäude an der Schelmenstiege gezählt: Wie bereits Anfang des Jahres von CDU und FDP in der Bezirksvertretung gefordert, soll sie an den Pantaleonplatz – in die ehemaligen Räumlichkeiten des Plus-Markts – verlagert werden und damit das Roxeler Zentrum stärken.

Ganz klar macht das Personal- und Organisationsamt, dass es angesichts der boomenden Entwicklung des einwohnerstärksten Weststadtteils Gievenbeck eigentlich geboten sei, die Bezirksverwaltung dorthin umzusiedeln. Zumal Gievenbeck mit dem Bau des Stein-Gymnasiums, dem Zentrum an der Roxeler Straße und den zusätzlichen Versorgungsangeboten in der Ortsmitte „inzwischen zentrale Funktionen für den gesamten Stadtbezirk West übernommen“ habe. Allerdings scheine das Entscheidungsumfeld für einen solch konsequenten Schritt noch nicht reif zu sein: „Insbesondere deshalb, weil die Bezirksverwaltung in Roxel – infolge ihrer langjährigen Existenz an der Schelmenstiege – zu einem festen Bestandteil des Stadtteilimages geworden ist.“

Aus Bürgersicht, so das Amt weiter, sei eine Verlagerung der Bezirksverwaltung ins Roxeler Zentrum überfällig. Auch aus organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Sicht biete sie Vorteile. Mittelfristig werde jedoch „eine Neubewertung hinsichtlich der Lebensschwerpunkte des Stadtbezirks West“ erforderlich sein. Diese werde durch den Umzug der Verwaltung an den Pantaleonplatz aber nicht blockiert.

Einigkeit hat die Stadt bereits mit dem Vermieter des Ladenlokals über die Anmietung erzielt. Da für die Bezirksverwaltung nur ein Raumbedarf von maximal 160 Quadratmetern besteht, will sie nur einen Teil der erheblich größeren Geschäftsräume mieten. Die Restfläche wird der Eigentümer anderweitig nutzen.

Der Umzug in die Ortsmitte hat nach Berechnungen des Amts für Gebäudemanagement für die Stadt offenbar erhebliche finanzielle Vorteile. Müssen für den Betrieb des Gebäudes an der Schelmenstiege pro Jahr gut 80 000 Euro aufgebracht werden, so ließen sich künftig 68 228 Euro einsparen, heißt es. Und weiter: „Bei dieser Größenordnung ist sicher davon auszugehen, dass die ersparten Betriebskosten höher sind als der Anmietungsaufwand.“

Wie aus der Beschlussvorlage ersichtlich, soll das Amtsgebäude an der Schelmenstiege nach öffentlicher Ausschreibung an den meistbietenden Interessenten veräußert werden. Die Vermarktungsmöglichkeiten schätzt die Stadt „als gut ein“. Da auch das Veterinär- und Lebenmittelüberwachungsamt in der Immobilie untergebracht ist, prüft die Verwaltung derzeit, ob dieses entweder an den Stühmerweg (Gesundheitsamt) oder ins Stadthaus 3 verlagert wird. Für eine Kindergruppe, die das Amtsgebäude wöchentlich zwei Vormittage nutzt, will man innerhalb Roxels Ersatz suchen.

Im Hinblick auf das Angebotsspektrum der Bezirksverwaltung soll es am Standort Pantaleonplatz keinerlei Einschränkungen geben: „Vielmehr werden erste Schritte unternommen, um den Bürgerservice – unter Berücksichtigung der aktuellen Haushaltslage – bürgerfreundlicher und effizienter zu gestalten.“

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