Roxel
Die Entwicklung völlig verschlafen?

Montag, 24.09.2007, 18:09 Uhr

Münster-Roxel. Herbe Schelte für den Chef der SPD-Ratsfraktion: „Ein Mann, der verzweifelt das Haar in der Suppe sucht, seine Oppositionsrolle bedauert und deshalb einen Streit mit dem Oberbürgermeister anzettelt.“ Mit diesen Worten kommentiert Roxels CDU-Chef Christoph Brands in einer Pressemitteilung die jüngsten Äußerungen des SPD-Ratsherrn Wolfgang Heuer zur Entscheidung, die Bezirksverwaltung an den Pantaleonplatz zu verlegen (die WN berichteten).

Der Vorsitzende der münsterischen SPD-Ratsfrakion sei grundsätzlich gegen eine Verlegung an den Pantaleonplatz und versuche nun, den Oberbürgermeister anzugehen, weil dieser großen Wert auf das Urteil der Bezirksvertretung lege. „Es ist hanebüchen den OB anzugreifen, weil er eine politische Rückendeckung für eine Entscheidung einholen will, die die Verwaltung im Kern alleine zu treffen hat. Das ist doch genau das, was wir wollen: Die ortskundigen Bezirksvertreter sollen gegenüber der Verwaltung eine Empfehlung aussprechen und nicht Ratsmitglieder aus der ganzen Stadt. Zudem wird die Sachfrage von unseren Ratsmitgliedern voll mitgetragen“, meldet sich auch Ratsfrau Sybille Benning in der Pressemitteilung zu Wort.

Unverständnis zeigen die Christdemokraten auch deshalb, weil das Thema seit Langem auf der Tagesordnung gestanden habe. Schon im Stadtteilrahmenplan, der unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit im Jahre 2000 erarbeitet worden sei, sei die Forderung festgehalten worden, das Bürgerbüro an den Pantaleonplatz zu verlegen. „Es ist also genügend Zeit gewesen, sich mit den Plänen auseinander zu setzen.“ Anscheinend habe Heuer die Entwicklung völlig verschlafen und versuche nun, das Steuer in letzter Sekunde herumzureißen.

Die große Mehrheit der Roxeler Bürgerinnen und Bürger sei für die Belebung des Pantaleonplatzes und verspreche sich von der zentral gelegenen Verwaltung eine deutliche Aufwertung des schönsten Dorfplatzes in Münster , meinen die Christdemokraten.

„Die Krönung ist jedoch, dass Wolfgang Heuer bei der Sitzung der Bezirksvertretung am Donnerstagabend durch Abwesenheit glänzte“, kritisiert Brands. Schließlich habe der Sozialdemokrat als Ratsmitglied Rederecht und hätte sich zum Sachverhalt äußern können. Jetzt nachzutreten und sich ein anderes Schlachtfeld zu suchen, zeuge von Feigheit und Ortsferne.

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