Roxel
Mehr Sicherheit für Radler

Donnerstag, 13.09.2007, 23:09 Uhr

Münster-Roxel. „Es ist wichtig, dass die Bürger zeitnah informiert werden!“, sagt CDU-Bezirksvertreterin Angela Stähler . Denn noch dürfte den Anliegern nicht bekannt sein, dass sich die Bezirksvertretung Münster-West auf ihrer Sitzung am Donnerstag (20. September) mit dem geplanten Ausbau der Roxeler Straße im Abschnitt zwischen Dorffeldstraße und Schelmenstiege befassen wird. In diesem rund 450 Meter langen Teilbereich soll die Straße nach den Plänen des städtischen Tiefbauamts komplett erneuert werden. Auch wenn die Anlieger dafür zur Kasse gebeten werden sollen, kann sich die Christdemokratin durchaus vorstellen, dass es kaum Ärger geben wird.

Laut Angela Stähler ist die Straße in ihrem derzeitigen Zustand insbesondere für Fahrradfahrer ein Gefahrenpunkt, der durch den geplanten Ausbau (Kosten: gut eine Million Euro) entschärft werden soll. Denn die aktuelle Planung sieht nicht nur eine Erneuerung des Fahrbahnaufbaus vor, sondern auch, dass am Nordrand der Roxeler Straße (an der Seite zum Baugebiet Nord) ein durchgehender Geh- und Radweg gebaut wird: „Gerade diese Nebenanlage ist für die sichere fuß- und radläufige Erschließung des Baugebiets besonders wichtig“, heißt es in der Beschlussvorlage des Tiefbauamts.

Der neue Geh- und Radweg soll in Hochbordlage – also über Fahrbahnniveau – angelegt werden und damit Fahrradfahrer sicherer über die Roxeler Straße führen. Darüber hinaus will das Tiefbauamt auch an der Südseite der Straße einen Radweg bauen und zudem den dort bereits vorhandenen Gehweg verbessern.

Des Weiteren sieht die Planung vor, die in Richtung stadtauswärts gelegenen Bushaltestellen „ Roxel Post“ und „Schelmenstiege“ behindertenfreundlich mit Niederflurbusbordsteinen auszustatten. „Roxel Post“ soll eine neue Wartehalle und Fahrradständer bekommen. Die Haltestelle „Schelmenstiege“ wollen die Planer an die Einmündung der Schelmenstiege verlegen. Die jetzige Busbucht könne dann als Parkstreifen genutzt werden. Zudem würden beide Fußgängerampeln erstmals mit Blindentastern ausgestattet, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

Zur Umsetzung des Ausbauprojekts rechnet das Tiefbauamt mit Fördermitteln in Höhe von 590 000 Euro. Nach vorläufigen Berechnungen können die Anlieger mit insgesamt 137 370 Euro zur Kasse gebeten werden: Für ein durchschnittliches Wohngrundstück mit einer Größe von rund 1400 Quadratmetern müsse bei zweigeschossiger Bebauung mit einer voraussichtlichen Beitragsbelastung von rund 4660 Euro gerechnet werden. Bei eingeschossiger Bauweise verringere sich der Beitrag voraussichtlich auf 3580 Euro, so das Tiefbauamt. Läuft alles optimal, dann könne mit dem Projekt in der zweiten Jahreshälfte 2008 begonnen werden.

Angela Stähler hofft, dass der aus ihrer Sicht für Roxel bedeutsame Straßenausbau ohne große Querelen möglichst bald verwirklicht werden kann: „Es ist wichtig, dass diese Maßnahme umgesetzt wird!“

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