Roxel
Einfallsreichtum und Schaffenskraft

Sonntag, 25.11.2007, 20:11 Uhr

Münster-Roxel. Dieser musikalische Schlagabtausch war an Vielseitigkeit kaum noch zu übertreffen: Mal klassisch-konzertant, mal rockig oder folkloristisch – kaum ein Genre ließen die mehr als 100 Akteure des fast dreistündigen Gemeinschaftskonzertes in der Aula der Droste-Hauptschule aus. Moderator Markus Aupert sollte Recht behalten: Nicht nur wurden den rund 400 Besuchern die versprochenen „musikalischen Leckerbissen“ erstklassig kredenzt, dem allumfassenden Motto „World of Music“ trugen zudem die gelungene Titelauswahl und Moderation Rechnung.

Bestform bewies das Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Münster unter Leitung von Norbert Fabritius : Fulminant gestalteten die Bläser den festlichen Auftakt mit zwei niederländischen Kompositionen („Festival Ouvertüre“, „The New Village“). Kontrastreiche Akzente setzte das Vokalensemble „Chorissimo“ der Roxeler Musikschule. Unter der Regie von Anneke Petersen erklangen ein beschwingtes Spiritual und eine jamaikanische Volksweise.

Von Einfallsreichtum und enormer musikalischer Schaffenskraft zeugten zahlreiche Gemeinschaftsauftritte. „Lord of the Dance“, zu guter Letzt inszeniert vom Musikkorps, der Percussionsgruppe „Zabumba“ und „Chorissimo“, zählte sicherlich zu den Höhepunkten der Darbietungen.

Zuvor konzertierte das erst seit gut zwei Jahren bestehende Jugendblasorchester (JBO) – ebenfalls unter Leitung von Norbert Fabritius – mit den Percussionisten: Beide Ensembles legten sich bei dem Santana-Ohrwurm „Oye Como Va“ (Tito Puente) mächtig ins Zeug. Titel mit nostalgischem Wiedererkennungswert – etwa das JBO-Medley mit Hits der Rockgruppe „Queen“ – und die gefällige Präsentation erwiesen sich unverkennbar als Stimmungsgaranten: Als der Uralt-Hit „Born to Be Wild“ in satter Bläserfassung ertönte, leuchteten auf der Leinwand stilecht die Konterfeis von Peter Fonda und Dennis Hopper aus dem Film „Easy Rider“.

Gegen Ende legten alle Akteure noch eins drauf, und in der vollbesetzten Schulaula war kein Halten mehr. Großen Unterhaltungswert besaßen südamerikanisch angehauchte Stücke („Samba Batucada“, „Children of Sanchez“) und Hits („From a Distance“) unter Mitwirkung von Percussionisten und Chor. Soloauftritte bestritten Marcus Fischer (Klavier), Karolin Kramer und Birgit Bentfeld (Querflöte). Der Konzerterlös ist für die Errichtung des vom Heimat- und Kulturkreis favorisierten Kötterhauses vorgesehen.

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