Roxel
„An vielen Schulen ein großes Problem“

Freitag, 25.01.2008, 18:01 Uhr

Münster-Roxel. „Im nächsten Jahr werden wir auf jeden Fall wieder mitmachen!“ Dagmar Schuppert , Lehrerin und Drogenbeauftragte der Augustin-Wibbelt-Schule, zeigte sich gestern rundum begeistert vom Verlauf der Projektwoche „Voll ist out!“: Von Montag bis Freitag hatten sich alle 55 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe während der gesamten Unterrichtszeit intensiv mit dem von der Drogenhilfe des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien koordinierten Angebot zur Suchtvorbeugung befasst. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema „Alkoholmissbrauch“.

„Alkohol ist an vielen Schulen ein großes Problem“, sagt Dagmar Schuppert. Die Roxeler Förderschule stelle in dieser Hinsicht keine Ausnahme dar. Insofern sei es wichtig, dass auch sie sich an der „Voll ist out!“-Aktion beteilige. Den Jugendlichen werde die Problematik des Drogenmissbrauchs auf vielfältige Art und Weise vor Augen geführt.

Im Laufe der Projektwoche zur Suchtprävention beschäftigten sich die Wibbelt-Schüler mit Aufklärungsarbeit über den Alkohol. Es ging um Themen wie „Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht“, „Jugendliche und Alkohol“ oder „Der Suchtkreislauf“. Fachleute vom Polizeikommissariat „Vorbeugung“, von der Krankenkasse IKK als Sponsor der Aktion, und ehemalige Betroffene standen den Schülern mit Infos zur Seite. Eine Frau von den Anonymen Alkoholikern überraschte die Jungen und Mädchen mit einer ungeschminkten, intensiven Schilderung ihrer „Sucht-Karriere“.

Bei einem Abenteuer-Parcours in der Bösenseller Kletterhalle lernten die Wibbelt-Schüler, Ängste zu überwinden. In einem Promille-Parcours wurde ihnen mit einer Rauschbrille vor Augen geführt, wie stark ein Blutalkohol von 0,8 beziehungsweise 1,3 Promille das Sehvermögen einschränkt. Erklärtes Ziel der Projektwoche war es, die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Denn dann fällt es leichter, Reiz und Risiko des Alkohols besser einzuschätzen und auch in der Clique mal „Nein“ zu sagen.

Beschlossen wurde die Projektwoche gestern mit einer Party, Snacks, alkoholfreien Drinks und einem Luftballonpreisflug. 55 bunte Ballons ließen die Schüler vom Pausenhof aus in die Lüfte entschweben.

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