Roxel
Ein Gesundheitsjahr für Roxel

Mittwoch, 30.01.2008, 18:01 Uhr

Münster-Roxel. „Wir möchten ein Jahr lang in Roxel eine richtig große Welle machen rund ums Thema Ernährung und Bewegung“, sagt Annette Hopf von Initiativkreis „ Gesundheitsjahr “. In der Kita des Anne-Jakobi-Hauses ist die Idee für diese groß angelegte Aktion entstanden. „Erwachsene müssen Vorbilder sein, jeder kann einen Beitrag leisten“, betont Hopf.

Mit ins Boot geholt hat der Kreis Schulen, Kindergärten, Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Vereine und die Politik. „Wir möchten das gesamte Umfeld der Kinder in das Aktionsjahr, das von August dieses Jahres bis August 2009 bis laufen soll, mit einbeziehen.“

Als Schirmherrn konnte die Initiative den CDU-Bundestagabgeordneten Ruprecht Polenz gewinnen. „Gesundheit ist ein sehr wichtiges Thema, für das es sich lohnt, sich zu engagieren“, erklärte der Bundesparlamentarier bei der Auftaktveranstaltung im Anne-Jakobi-Haus.

Die Initiative hat sich mit ihrem Projekt für den Deutschen Präventionspreis beworben und lässt sich bei ihren Aktionen von der Fachhochschule Münster begleiten. „Der Preis wäre sicherlich das Sahnehäubchen – oder in diesem Zusammenhang besser – das i-Tüpfelchen für dieses Jahr“, betonte Polenz.

Ideen für das auch von den WN unterstützte Gesundheitsjahr gibt es bereits viele. Angefangen vom gesunden Frühstück in der Kita und den Schulen bis hin zu Nordic-Walking-Kursen für Kinder. Vorträge von Ärzten, Fortbildungen für Erzieher, Sportangebote, die vom therapeutischen Reiten bis zu Rückenschulen reichen. Kochkurse, Vorträge zu gesunder Ernährung, Bewegungsangebote für Familien und vieles mehr sind geplant.

„Statt eines Lollis könnten Kinder in Geschäften vielleicht einen gesunden ,Droste-Taler‘ erhalten. Und statt von der Mutter mit dem Auto zur Schule chauffiert zu werden, könnten Kinder und Eltern den Weg gelegentlich gemeinsam zu Fuß oder mit dem Rad erledigen“, gibt Annette Hopf praktische Beispiele.

Daneben sind größere Veranstaltungen, wie etwa ein Dorfmahl auf dem Pantaleonplatz geplant. Wichtig ist den Initiatoren, eine rundum gesunde Lebensführung ins Bewusstsein aller Roxeler zu rücken. Dabei soll allerdings nicht übertrieben werden: „Wir möchten nicht den Vierjährigen, der keine Pommes frites mehr mag, weil dort Fett drin ist und deswegen lieber Möhren knabbert“, betont Annette Hopf. Die Aktionen sollen in das tägliche Leben integriert werden.

Die Initiativkreissprecherin ist davon überzeugt, dass die Aktion ein Erfolg wird, weil in Roxel die dörfliche Struktur noch funktioniere. Nach dem Jahr soll mit der Gesundheit allerdings nicht alles vorbei sein. „Dann müssen wir überlegen, welche Angebote fortgesetzt werden können“, so Hopf weiter. Mit der großen Welle möchte der Initiativkreis nur aufrütteln und Roxeler dazu bewegen, umzudenken und mitzumachen.

Für Multiplikatoren der Aktionsanliegen scheint in Roxel gesorgt. Neben den Leitern der Droste-Hauptschule und der Augustin-Wibbelt-Schule waren Vertreter der CDU-Ortsunion, Mediziner, Therapeuten und natürlich zahlreiche Bürger mit von der Partie.

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