Roxel
Integrativer Unterricht an der Droste-Hauptschule

Freitag, 08.02.2008, 19:02 Uhr

Münster-Roxel. Lob für das Vorhaben gab es am Donnerstagabend gleich von allen Parteien: Es sei gut, dass an der Roxeler Droste-Hauptschule ein integrativer Hauptschulzweig eingerichtet werden solle, unterstrich auf der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West Petra Seyfferth ( SPD ). Und Angela Stähler brachte für die Christdemokraten den Wunsch zum Ausdruck, dass es auch an anderen weiterführenden Schulen beziehungsweise Schulformen möglichst bald integrative Angebote geben möge.

Auf jeden Fall ist das Stadtbezirksparlament damit einverstanden, dass zum 1. August – sprich mit Beginn des Schuljahrs 2008 / 2009 – an der Droste-Hauptschule eine integrative Lerngruppe eingerichtet wird. Diese soll Schülern der Klasse fünf offen stehen. Darauf aufbauend soll im Laufe der folgenden Jahre ein integrativer Hauptschulzweig eingerichtet werden. Der Bedarf dafür ist nach Ansicht des Amts für Schule und Weiterbildung auf jeden Fall vorhanden.

Aktuell werden an sechs münsterischen Grundschulen 130 behinderte Jungen und Mädchen zusammen mit nichtbehinderten Schulkameraden zieldifferenziert unterrichtet. Bislang müssen diese Kinder nach dem Grundschulbesuch auf eine Förderschule wechseln, sofern dafür sonderpädagogischer Bedarf besteht. Langfristiges Ziel des Schulamts ist es deshalb, „dass an mindestens einer Schule jeder weiterführenden Schulform integrative Lerngruppen angeboten werden“.

Begonnen werden soll mit einer solchen Gruppe, in der in der Regel mindestens fünf Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Nichtbehinderten gefördert werden, an der Roxeler Hauptschule. Für diese hatte sich bereits im Vorfeld die untere Schulaufsicht ausgesprochen. Dem Vorhaben kommt entgegen, dass die Droste-Hauptschule die notwendigen zusätzlichen und barrierefrei zugänglichen Räume bereitstellen kann.

Angedacht ist, dass die Droste-Hauptschule zur Unterstützung des integrativen Unterrichts eine sozialpädagogische Fachkraft mit halber Stundenzahl erhält. Diese soll über einen Jugendhilfeträger engagiert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine zweite Kraft hinzukommen, so dass beim Endausbau des integrativen Hauptschulzweigs (Jahrgänge 5 bis 10) maximal zwei Sozialpädagogen mit halber Stelle zur Verfügung stehen.

Die abschließende Entscheidung über die Einrichtung der integrativen Lerngruppen an der Roxeler Hauptschule fällt voraussichtlich am 12. März der Rat der Stadt Münster .

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