Roxel
Vorhandenes wird neu sortiert

Freitag, 08.02.2008, 19:02 Uhr

Münster-Roxel. Im Saal der Gaststätte Kortmann herrschte so etwas wie Aufbruchstimmung: Nicht nur wurde die vom „Forum Roxel “ geplante Verschönerung des Pantaleonplatzes (die WN berichteten) einhellig befürwortet, etliche der rund 30 Teilnehmer des Bürgerinformationsabends äußerten zudem eigene Vorschläge zur Wiederbelebung des vernachlässigten Ortskerns. „Eigentlich sind die Träume, die die Roxeler mit dem Pantaleonplatz verbinden, ja nie aufgegangen“, begrüßte Jörg Friedrich , Vorsitzender des „Forums Roxel“ seine Zuhörer und erinnerte zunächst an die vergeblichen Bemühungen zur Aufwertung des Platzes in den Vorjahren.

Doch das ist längst Geschichte: Die Leerstände seien heute weitestgehend beseitigt, auch soll die Umsetzung des in einjähriger Vorbereitung erarbeiteten Konzepts erst der Anfang für weitere Aktionen sein. Als „großen Beitrag zur Verschönerung des Herzens unseres Ortes“ versteht die Initiativgruppe die jetzt für rund 17 000 Euro geplante Verschönerung. Vorhandenes wird sozusagen neu sortiert, erläuterte der Landschaftsarchitekt Peter Kemming das Konzept, das er mit dem Landschaftsgärtner Gerhard Ahrens entwickelt hat.

Vorgesehen ist eine veränderte Anordnung der vier Gitter an der östlichen Ladenzeile. Grüne Farbtupfer sollen diese „leblose Flanke“ aufwerten, so Kemming, und zwar durch eine Neuaufstellung der Metallgitter in Zweiergruppen, deren Rückseiten mit Hecken bepflanzt werden. Die Sitzbänke will man überholen, eine weitere sowie neue Papierkörbe sollen angeschafft werden. Außerdem geplant ist die Umsetzung der Spielgeräte, die künftig teilweise unweit der Eisdiele und der neuen Bezirksverwaltungsstelle platziert werden.

Auf diese Weise hofft man, dem Pantaleonplatz durch größere Anreize zum Verweilen „mehr Lebendigkeit“ zu verschaffen. Schon in drei bis vier Monaten könnte die Verschönerungsaktion umgesetzt werden, einen Zuschuss von 8000 Euro steuert die Bezirksvertretung bei. „Es fehlen uns noch rund 2500 Euro“, sagte Dr. Paul Ottmann vom „Forum Roxel“, der jetzt gezielt ortsansässige Geschäftsleute ansprechen will. Und sobald „genug Geld“ vorhanden ist, soll die Verschönerung mit einer Verbesserung der Beleuchtung fortgesetzt werden.

Gabriele Sürig, stellvertretende Vorsitzende des Roxeler Heimat- und Kulturkreises, regte an, eine Gruppe Freiwilliger zu installieren, die zur weiteren Pflege und Sauberhaltung des „Wohnzimmers von Roxel“ Vorbildfunktion für andere Bürger entwickelt. Denn Sorge bereitet seit Jahr und Tag das Thema Müll und dessen unzureichende Beseitigung.

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