Roxel
Der weite Weg zur Nordumgehung

Dienstag, 25.03.2008, 22:03 Uhr

Münster-Roxel. Wie der Bau der Roxeler Nordumgehung finanziert werden soll, scheint nach wie vor unklar zu sein. Erst für das Ende dieses Jahres kündigt die Stadtverwaltung einen Finanzierungsvorschlag an. Damit reagiert sie auf einen Antrag der SPD-Ratsfraktion. Diese hatte die Verwaltung – wie berichtet – aufgefordert, die für einen Bau „noch verbliebenen Realisierungs- und Fördermöglichkeiten aufzubereiten und dem Rat mit einer Beschlussempfehlung zum weiteren Vorgehen vorzulegen“.

SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer ist mit der Verwaltungsvorlage, die im städtischen Hauptausschuss gegen die Stimmen von SPD und UWG beschlossen wurde, unzufrieden: „Nachdem die Stadt es nach 25 Jahren Vorlauf nicht geschafft hat, die Nordumgehung in den Landesstraßenbedarfsplan einzubringen, ist sie in der Pflicht, einen klaren Vorschlag zur Realisierungsmöglichkeit auf den Tisch zu legen“, ärgert sich der Sozialdemokrat in einer Pressemitteilung.

Denn obwohl die Nordumgehung durch das Landesverkehrsministerium hoch bewertet worden sei, sei sie im Jahr 2006 nicht in den entscheidenden Landesstraßenbedarfsplan aufgenommen worden. Das Papier schreibe den Bedarf der wichtigsten Bauvorhaben an Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen bis 2015 fest und ermögliche die Landesfinanzierung.

„Ein Hintergrund für das Scheitern waren seinerzeit unterschiedliche Deutungen des städtischen Vorgehens, das Vorhaben als Stadt selber zu planen im Rahmen eines Bebauungsplans. Das hätte unbedingt vermieden werden müssen“, kritisiert Heuer. Zudem habe die CDU-Mehrheit im Regionalrat die Einordnung der Maßnahme in die Stufe 1 des Landesstraßenbedarfsplanes abgelehnt. „Der anschließende Reparaturversuch gegenüber dem Land außerhalb der Prioritätenliste ist dann erwartungsgemäß gescheitert“, erläutert der SPD-Fraktionschef.

Vor diesem Hintergrund erwarteten die Roxeler zu Recht klare Aussagen, wie eine Realisierung der Straße in einem überschaubaren Zeithorizont bewerkstelligt werden könne, meint Heuer. Die seit vier Jahren laufenden Arbeiten am Bebauungsplan sollten Ende 2008 mit dem Satzungsbeschluss des Rats beendet werden.

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