Albachten
Container quollen förmlich über

Sonntag, 06.04.2008, 23:04 Uhr

Münster-West. Die tatkräftigen Helfer trotzten dem Dauerregen: Mit rund zweieinhalb Tonnen Müll endete die erste und überaus erfolgreiche Abfallsammlung in Roxel. „Unglaublich, was da alles weggeworfen wurde“, bewertete Patrick Hasenkamp , Leiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), die offenbar überfällige Premiere. Mehr als 120 Freiwillige, unter ihnen zahlreiche Vereine von den Schützenbrüdern bis zur Reha-Sportgemeinschaft, hatten die neun Sammelbezirke systematisch durchkämmt.

„Schon nach wenigen Metern passte der Müll nicht mehr auf die Schubkarre“, bilanzierte Christoph Brands, Chef der CDU-Ortsunion. Vornehmlich an den Straßen- und Wegrändern in den Ortsrandbereichen lauerte der Unrat, so Hasenkamp weiter. Die Container quollen förmlich über – mit Verpackungsmüll, Altglas, Autoreifen, alten Fahrrädern, Möbelstücken, und, und, und . . .

Auch in Albachten war die Ausbeute beachtlich: Autoreifen, eine komplette Anhängerachse, Computerschrott, Verpackungsmüll und Baustellenabfälle füllten mittags den Container auf dem Hof Schulze Blasum. Die Aktion „Sauberes Albachten“, vor sieben Jahren ins Leben gerufen, stand seinerzeit Pate für die stadtweite Müllsammlung. Es gab kaum einen Verein, der sich nicht beteiligte. Hinzu kamen rund 50 Kinder.

„Alle haben mit angepackt“, freuten sich Alfons Averweg und Reinhold Holtmann von der federführenden CDU-Ortsunion. Besonders hohes Müllaufkommen verzeichnete man in den Neubaugebieten, etwa Haus Wiek. Ein Traktor mit Anhänger war im Einsatz, Handschuhe, Plastiksäcke und Zangen wurden, wie in allen Ortsteilen, von den Abfallwirtschaftsbetrieben zur Verfügung gestellt.

„In den schlecht einsehbaren Grünzonen lag am meisten Müll.“ So beschrieb Andreas van der Meulen, Vorsitzender der CDU-Ortsunion, das Ergebnis der Sammlung in Mecklenbeck. Alte Fahrräder, Fernseher, Verpackungsmüll sowie „erschreckend viele Alkoholflaschen“ brachte man mit vereinten Kräften zum Container am Hof Hesselmann. Müll gesammelt wurde unter anderem im neuen Wohngebiet, am Dill, am Handwerkskammerbildungszentrum und im Ortskern. Dass trotz der nassen Witterung 50 Helfer aller Altersgruppen mitmachten, werteten die Initiatoren als Erfolg. Stark vertreten war die Nachbarschaft Mecklenbecker Bahnhof, zum Bedauern der Organisatoren fehlten – mit Ausnahme des federführenden Bürgervereins – weitere Vereine. „Diese Aktion verdient größere Resonanz!“, befand Bernd Worms, mit 88 Jahren ältester Teilnehmer.

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