Roxel
Umzug in die Roxeler Mitte

Dienstag, 01.04.2008, 15:04 Uhr

Münster-Roxel. „Kein Malheur, dass die jetzt hier sind!“ Josef Häming zählte gestern Morgen zu den ersten, die die Dienste der Roxeler Bezirksverwaltung am neuen Standort Pantaleonplatz nutzten. „Ich begrüße diesen Ortswechsel. Für den Bürger ist es angenehm, dass die Verwaltung jetzt an zentraler Stelle ist“, freute sich der Albachtener: „Man kann den Gang ins Amt jetzt mit anderen Sachen im Umfeld verbinden – zum Beispiel mit dem Einkauf im Supermarkt.“

Seit gestern ist die Bezirksverwaltung West im Herzen Roxels zu finden. Die jahrzehntelang genutzten Räume an der Schelmenstiege sind geschlossen. Wer beispielsweise einen neuen Ausweis beantragen, einen Fundgegenstand abgeben will oder ein Antragsformular benötigt, der muss fortan zum Pantaleonplatz 7 kommen. Dort haben die Mitarbeiter im umgebauten früheren Ladenlokal des Discounters Plus ein neues Domizil bezogen. Der Umzug ging am Freitag problemlos über die Bühne.

„Angenehme Räume, hell und freundlich“, so charakterisiert Häming die neuen Räumlichkeiten der Bezirksverwaltung. Auch Gerda Otte ist von ihnen angetan. „Ich persönlich habe mich darüber gefreut, dass wir ins Zentrum gezogen sind“, sagt die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die 13 Jahre lang ihren Arbeitsplatz an der Schelmenstiege hatte. Sie hofft nur, eines Morgens nicht in Gedanken versunken erneut dorthin zur Arbeit zu fahren.

Als die Bezirksverwaltung gestern um 8 Uhr zur Premiere am neuen Standort ihre Pforten öffnete, warteten bereits mehrere Bürger auf Einlass. „Vielleicht wollten sie die Ersten sein, die uns hier am Pantaleonplatz besuchen“, lacht Gerda Otte. Die neuen Räumlichkeiten seien durchweg positiv aufgenommen worden.

Auf rund 140 Quadratmetern Fläche stehen der Bezirksverwaltung im Erdgeschoss ein Eingangs- und Wartebereich mit neun Sitzplätzen, drei normale Büroräume sowie das große Bürgerbüro mit drei Arbeitsplätzen zur Verfügung. Hinzu kommen ein Technikraum, eine Teeküche und Sanitäranlagen. „Alles ist behindertengerecht eingerichtet“, freut sich Gerda Otte. Im Keller verfügt die Bezirksverwaltung noch über Lagerräume, in denen Akten sowie Fundgegenstände Platz finden.

Noch gewöhnungsbedürftig scheint für viele Besucher die Anlage zu sein, an der man im Eingangsbereich eine Nummer zieht, um dann per Anzeigetafel zum Eintritt in eines der Büros aufgefordert zu werden. So manch einer übersah oder ignorierte gestern diese Neuerung, stapfte stattdessen an eine der Türen und klopfte, um Einlass zu bekommen. Darüber hinaus sollen einige Bürger auch noch zur Schelmenstiege gefahren sein. Das dort nach wie vor ansässige städtische Veterinäramt musste zudem etliche Anrufer darauf hinweisen, dass die Bezirksverwaltung am neuen Standort auch neue Rufnummern hat.

Die zentrale Telefonnummer lautet seit gestern (02534) 58 85 40. Das Fundbüro ist direkt über die Durchwahl 58 854 11 zu erreichen, Fragen in ordnungsrechtlichen Angelegenheiten werden unter Telefon 58 854 15 beantwortet. Die Mitarbeiter des Bürgerbüros sind unter den Durchwahlen 58 854 16, 17 sowie 18 zu erreichen. Die zentrale Faxnummer der Bezirksverwaltung lautet 58 854 20. Das Beibehalten der gewohnten Telefonnummern war laut Gerda Otte nicht möglich. Die Telefonanlage an der Schelmenstiege sei hoffnungslos überaltert gewesen und für den Pantaleonplatz sei eine neue angeschafft worden.

Trotz aller Begeisterung und der sicherlich erfreulichen Tatsache, dass es auch im Umfeld der „neuen Bezirksverwaltung“ nicht an Parkplätzen mangelt, gibt es augenscheinlich auch berechtigten Anlass zu Kritik: „Im Bürgerbüro ist es schwierig, die Privatsphäre zu wahren. Man kriegt vom Nebentisch alles mit“, gibt der Albachtener Josef Häming zu Bedenken. „Dort sitzen jetzt alle viel enger zusammen“, erklärt Gerda Otte. Häming regt deshalb an, „Sozialangelegenheiten stets in einem separaten Büro zu behandeln“.

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