Albachten
„Das Wetter war ideal“

Dienstag, 08.07.2008, 18:07 Uhr

Münster-West. Die Schönwetterphase war zu kurz. Deshalb rechnet Karl-Josef Stertmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Nienberge , damit, dass sich die Ernte der Gerste noch einige Tage hinziehen wird. Zwar konnten die Landwirte bis zum vergangenen Sonntag dreschen – doch der Regen in dieser Woche führt zu einer ungewollten Zwangspause. Voraussichtlich erst zum nächsten Wochenende hin rechnen Stertmann und seine Kollegen damit, dass die Mähdrescher wieder zum Einsatz kommen. Und diese haben noch reichlich zu tun. Erst rund ein Drittel der Gerste sei gedroschen.

Auch wenn das Wetter derzeit nicht gerade optimal ist, die Ernteaussichten für dieses Jahr sind nach Einschätzung von Karl-Josef Stertmann gut. Mit Erträgen von 75 bis 80 Doppelzentner pro Hektar rechnet der Nienberger Landwirt. Während in 2007 der trockene April dem Getreide zusetzte, sah es im Vergleichsmonat dieses Jahres viel besser aus. Zwar war es auch warm, doch gab es immer wieder Regenschauer, „die ideal für das Getreide waren“, erläutert Stertmann.

In etwa zwei bis drei Wochen beginne die Ernte von Raps und Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen). Auch diese beiden Sorten „stehen gut“. Nicht alle Landwirte schafften es im vergangenen Jahr, Raps anzubauen, da der Boden im August und September zu nass war. Das geringere Angebot wirke sich jetzt positiv auf den Preis aus, meint Stertmann. In erster Linie werde Raps für die Herstellung von Pflanzenöl verwendet. Demgegenüber sei der Markt für Bio-Diesel stark rückläufig.

Traditionell gehört der Mais zu den Getreidesorten, der mit der oft wechselhaften Witterung im Frühjahr gut zurechtkommt. Das war auch im vergangenen Jahr so.

Anno 2008 sieht es wieder rosiger aus. Viel Wärme und reichlich Regen – ideale Voraussetzungen für einen guten Mais-Ertrag. In erster Linie setzen die Bauern den Mais als Futtermittel in der Schweine- und Rindviehhaltung ein. Doch der vermehrte Bau von Biogas-Anlagen in den vergangenen Jahren habe dazu geführt, dass auch dafür ein immer größerer Teil der Maisernte benötigt werde, erläutert Stertmann.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/345274?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F598946%2F598952%2F
Nachrichten-Ticker