Roxel
Auch der Computer hilft

Sonntag, 13.07.2008, 19:07 Uhr

Münster-Roxel. „Gute Reiter und Pferde fordern und schwächere Teilnehmer trotzdem immer noch gut aussehen lassen.“ So beschreibt Ralf Kosanetzki die Aufgabe eines Paroursaufbauers bei einem Reitturnier . Gemeinsam mit Bernd Windmüller war er beim Turnier des Reit- und Fahrvereins (RV) Roxel für den Aufbau der Sprünge verantwortlich.

„Die Linienführung, die den entsprechenden Anforderungen der jeweiligen Prüfung angepasst sein muss, denke ich mir im Kopf aus“, erklärt Kosanetzki. Anschließend hilft Kollege Computer . Dort hat der Parcoursbauer einen Grundriss des Springplatzes gespeichert und ordnet dann die Sprünge individuell an. „Wenn alles so passt, wie ich es mir vorstelle, wird gebaut.“

Mit Maßband, Zollstock und vielen fleißigen Helfern werden die Hindernisse entsprechend angeordnet. Die Höhe der Sprünge sei in der Regel nicht das Problem, sagt Kosanetzki, der selbst Reiter ist. Schwierigkeiten bereiten Distanzen zwischen den Sprüngen und mitunter die Gestaltung der Hindernisse. „Farben, die nicht so kontrastieren, wie Gelb-Weiß, oder Stangen, auf denen die Farben ineinander verlaufen, sind für Pferde schwieriger zu taxieren“, erklärt Kosanetzki. Grelle Töne würden besser wahrgenommen und mehr respektiert. „Aber ich habe da leicht reden“, erklärt der Parcourschef mit einem Schmunzeln: „Ich bin farbenblind.“

Wichtig sei außerdem, in den Parcours nicht nur eine einzige Klippe einzubauen, sondern für die Dauer der gesamten Springprüfung die volle Konzentration von Reiter und Pferd einzufordern. „Optimal ist es, wenn ungefähr ein Viertel aller Teilnehmer fehlerfrei bleibt und somit für eine Platzierung in Frage kommt.“ Dann habe der Hindernisbauer alles richtig gemacht, und die Reiter fahren zufrieden nach Hause.

Nach Roxel kommt Kosanetzki gerne. Dort stimmen für ihn die äußeren Bedingungen. Die Platzverhältnisse und das Hindernismaterial seien sehr gut. Dazu komme ein hoch motiviertes Helferteam, das beim Auflegen der Stangen und beim Umbau stets bereitstehe. Und das sogar am frühen Sonntagmorgen, nachdem abends zuvor bei der legendären Turnierparty kräftig gefeiert wurde.

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