Roxel
Hilfsbereit zu jeder Zeit

Sonntag, 06.07.2008, 18:07 Uhr

Münster-Roxel. Es gibt viele Geschichten über gute Nachbarschaft: Da helfen sich die Anlieger untereinander, wenn es einmal am Haus zwickt, es werden gemeinsam die Hecken geschnitten oder wenn das Auto mal streikt – der Nachbar steht hilfsbereit zur Seite.

Auch in Roxel ist das nicht anders – aber doch etwas Besonderes. Schon seit 30 Jahren stehen die Mitglieder der Nachbarschaft Roxel Südwest fest zusammen, und haben schon so manchen Sturm erlebt. „Aber immer nur positiv, auch wenn es in der heutigen Zeit etwas schwierig wird, den Nachwuchs zu mobilisieren“, erklärte der erste Vorsitzende der Nachbarschaft, Bernd Ahlbrand .

Am Wochenende kamen die rund 30 Mitglieder zum alljährlichen Treffen zusammen. Dazu überlegen sich die Organisatoren immer wieder attraktive Aktionen. Dieses Mal stand ein Besuch bei allen Mitgliedern und eine Wanderung durch die Siedlung auf dem Programm. „Wir haben immer viel Spaß“, erinnert sich Ahlbrand. Das sei auch das Wichtigste in der Nachbarschaft.

Geboren wurde die Idee zu der Vereinigung anlässlich des 800. Geburtstages von Roxel. „Da hat jede Straße ein eigenes Fest gefeiert und wir haben uns überlegt, da wir so weit auseinander wohnen, machen wir ein Nachbarschaftsfest“, blickt der Vorsitzende zurück. Und sie seien wohl die einzigen, die übrig geblieben sind.

Lebhaft erinnern sich die Mitglieder noch an die vergangenen Zeiten, in denen auch immer viel gelacht wurde. Das hatte gute Gründe. Dazu zählt unter anderem die Aktion, als Bernhard Egger beim ersten Fest der Nachbarschaft der Bart abrasiert und dieser Anton Bußmann mit Pattex auf die Glatze geklebt wurde. „Da hatte er auf einmal wieder pechschwarze Haare“, schmunzelte Ahlbrand.

In lebhafter Erinnerung sind auch die Nachmittage geblieben, an denen die Abrechnung für das Fest gemacht werden musste. Ahlbrand: „Die zogen sich dann meist bis in die Nacht hin und morgens kamen wir nur schwer zur Arbeit.“

In diesem Jahr ging es rund vier Kilometer zwischen Dahlkamp, Lindenstraße, Nottulner Landweg und Oberort umher. Damit beim Wandern der Durst nicht zu groß wurde, legten die Roxeler Mitstreiter bei jedem Mitglied eine Pause ein.

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