Albachten
Bühne mit Zukunft

Dienstag, 26.08.2008, 19:08 Uhr

Von Thomas Schubert

und Harald Suerland

Münster-Albachten. Es war ein großer Tag für die zahlreichen begeisterten jungen Zuschauer, die Verantwortlichen der Städtischen Bühnen und ganz besonders auch für den Trägerverein des „Hauses der Begegnung“: Im Albachtener Stadtteilforum fand gestern die Premiere der Kinderoper „Aschenputtel oder Rossini kocht eine Oper“ statt. Nach dem Brand im Stadttheater wich das Ensemble für die Aufführungen in das Forum an der Hohen Geist aus. Für Trägervereins-Chef Andreas Dondrup ein erfreulicher Umzug: „Das ist eine Aufwertung für Albachten und das Haus der Begegnung !“

Aus der Sicht Dondrups ist es eine neuerliche Bestätigung der erfolgreichen Arbeit, die der Trägerverein bei der Planung und Realisierung des Kultur- und Begegnungszentrums leistete. Die lange Diskussion um die Ausstattung der rund 60 Quadratmeter großen Bühne im „Haus der Begegnung“ habe sich gelohnt. Die moderne Technik – angefangen vom Mischpult bis zu den Scheinwerfern – habe auch die Verantwortlichen der Städtischen Bühnen begeistert. Schnell sei man sich einig gewesen, die Kinderoper in Albachten auf die Bühne zu bringen.

Fast täglich wurde nach den Sommerferien im „Haus der Begegnung“ geprobt. Auftretende Probleme wurden laut Dondrup dank des guten Miteinanders aller Beteiligten ohne großes Federlesen gelöst. Beispielsweise habe die Ludgerusschule einer Schachgruppe als Ersatz für einen durch die Theaterspieler in Beschlag genommenen Raum kurzerhand eines ihrer Klassenzimmer aufgeschlossen.

Der Trägerverein sei froh darüber, dass die Städtischen Bühnen „Aschenputtel oder Rossini kocht eine Oper“ im „Haus der Begegnung“ präsentierten. Denn dadurch lernten auch Leute, die sonst nicht in den Ort kämen, Albachten und sein noch junges Kulturforum kennen. Schon jetzt gebe es etliche Anfragen von außerhalb im Hinblick auf Nutzungsmöglichkeiten für diverse Veranstaltungen.

Das Proben- und Aufführungsstelldichein der Städtischen Bühnen ist laut Dondrup nicht nur in finanzieller Hinsicht – zwei Euro je Eintrittskarte gehen an den Trägerverein – fruchtbar: Schüler der Ludgerusschule hätten die Möglichkeit bekommen, bei den Theaterspielern hinter die Kulissen zu schauen. Und der Trägerverein habe weitere Erkenntnisse dazu gewonnen, was mit der tollen Bühne im Forum so alles möglich sei.

Auch Manfred Rösmann hält den temporären Umzug des städtischen Theaterensembles für förderlich. „Das ist eine eindeutige Aufwertung Albachtens, des ,Hauses der Begegnung‘ und der Kulturarbeit, die wir hier leisten“, unterstreicht der Vorsitzende des Vereins „Musikkultur Albachten“. Alle Kulturschaffenden des münsterischen Stadtteils seien stolz darauf, die Städtischen Bühnen zu Gast zu haben. Deren Aufführungen würden Albachten und seinem Forum einen Schub geben – sie innerhalb Münsters bekannter machen.

Münsters Intendant Wolfgang Quetes gab die Komplimente zurück: „Wir sind hier offene Türen eingerannt“, schwärmte er nach der Premiere. Für die Produktion, die ursprünglich im Kleinen Haus stattfinden sollte, seien die Probenbedingungen gut gewesen, die technischen Möglichkeiten hätten gestimmt. Weshalb er das „Haus der Begegnung“ auch für die Zukunft als Spielstätte in Betracht ziehe.

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