Albachten
Absage ans Projekt „Bürgerhaus“

Freitag, 22.08.2008, 18:08 Uhr

Münster-West. Um das Projekt „Ein Bürgerhaus für Roxel“ scheint es – zumindest im Bereich der Schelmenstiege – schlecht bestellt. Dies wurde auf der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West am Donnerstagabend deutlich. Bezirksvertreterin Ursula Blankenstein hatte unlängst vorgeschlagen, das städtische Grundstück und die Immobilie an der Schelmenstiege 1 für ein Bürgerhaus zu nutzen (die WN berichteten). Doch für den Vorschlag der UWG-Politikerin ist das städtische Amt für Immobilienmanagement keineswegs zu begeistern. Es lehnt das Ansinnen ab.

Laut einer schriftlichen Stellungnahme von Amtsleiter Andreas Nienaber ist das Areal mit der Immobilie, in der bis vor wenigen Monaten noch die Bezirksverwaltung West beheimatet war, „für die Vermarktung vorgesehen“. Derzeit werde eine Änderung des betreffenden Bebauungsplans mit einer möglichen Ausweisung des Grundstücks für eine Wohnnutzung vorbereitet. Nach dem Abschluss dieses Verfahrens werde die Fläche vermarktet, lässt Nienaber die Bezirksvertretung wissen.

Ursula Blankenstein trug die Absage mit Fassung. „Vielleicht werden sie das Grundstück nicht los, dann können wir ja noch mal von vorne anfangen“, kommentierte die erfolglose Antragstellerin augenzwinkernd Nienabers Ausführungen.

„Grünes Licht“ gab das Stadtbezirksparlament für die Verlegung der Heroldstraße und die Schaffung eines neuen Schienenhaltepunkts in Mecklenbeck . Der dazugehörige Bebauungsplan soll in trockene Tücher gebracht werden. Allerdings wurde auf CDU-Antrag beschlossen, dass zeitgleich zum Bau der verlegten Heroldstraße östlich des Wohngebiets eine Geh- und Radwegeverbindung geplant wird. Damit liegt das Stadtbezirksparlament auf einer Länge mit dem Planungsausschuss.

Dickes Lob gab es von Manfred Rösmann für den Inititiativkreis Bahnhof Mecklenbeck. Der Kreis um Helmut Goebel habe das Projekt, und damit auch die Bahn-Unterführung für die Heroldstraße, seit 1994 engagiert vorangetrieben: „Wenn die Bürgerinitiative nicht Druck gemacht hätte, wären wir heute noch nicht so weit.“ Jetzt müsse das Vorhaben offensiv vorangetrieben werden. Allerdings gelte es, auch den Anliegen der Gegner Gehör zu schenken.

Noch in diesem Jahr soll nach dem Willen der Bezirksvertretung der Albachtener Spielplatz Am Kämpken (Kosten 27 000 Euro) saniert werden. Mit 5700 Euro will das Gremium zudem den Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Mecklenbeck beim Kauf eines neuen Blockhauses unterstützen. Dieses soll den zerstörten Container am Skatergelände (die WN berichteten) ersetzen. 2400 Euro erhält das Albachtener „Haus der Begegnung“ für die Anschaffung neuer Tische. Der Verein Musikkultur Albachten soll 2000 Euro für eine Info-Tafel erhalten und der Mecklenbecker Verein Kultursinn mit 1500 Euro bei seinem Projekt Kultursommer unterstützt werden.

Die künftige Verbindungsstraße zwischen Weseler und Mecklenbecker Straße – bislang nur als „GAD-Trasse“ bekannt – erhält einen festen Namen: Sie wird nach dem münsterischen Politiker Fritz Stricker (1897 – 1949) benannt. Der Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis sowie der Bürgerverein Mecklenbeck hatten dies vorgeschlagen.

Erarbeitet hat das Amt für Grünflächen und Umweltschutz zudem ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Mecklenbecker Skaterareals. Dessen Verwirklichung schlägt mit 5000 Euro zu Buche. Bei den Etatberatung für 2009 will sich die Bezirksvertretung mit dem Thema beschäftigen.

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