MS-West
Sich Zug um Zug verbessern

Freitag, 13.02.2009, 19:02 Uhr

Münster-Gievenbeck - Konzentriert verfolgen sechs Augenpaare jede Bewegung der filigranen Figuren auf den Spielbrettern . „Wir wollen das Remis heute Zug für Zug gemeinsam erarbeiten“, erklärt Alexander Gawe , einer der vier Gruppenleiter des Schachzentrums „Querdenker“, den sechs Grundschülern. Seit Oktober vergangenen Jahres wird im Stadtteilhaus Fachwerk an jedem Donnerstagnachmittag Denksport betrieben, und ab Donnerstag (19. Februar) will Petra Dudek , organisatorische Leiterin der „Querdenker“, weitere Schach-Gruppen für Kinder einrichten. „Die Nachfrage ist enorm“, sagt die Volkswirtin und vierfache Mutter. „Wir führen bereits eine Warteliste.“ Bislang gehen 13 Jungen im Alter von fünf bis elf Jahren ihrer Leidenschaft nach, gesucht werden jetzt vor allem ältere Spielpartner.

Im Unterschied zu Vereinen und dem in Schulen betriebenen Schachsport, so Dudek weiter, unterstütze das Schachzentrum gezielt „intellektuelle Entfaltung und Begabungsförderung“. Dabei fungiere Schach auch als Mittel zum Zweck: Erklärtes Ziel der Aktivitäten - die „Querdenker“ bezeichnen diese als Unterricht - sind nach Aussage der Hauptorganisatorin die Förderung des logischen und strategischen Denkens sowie der eigenständigen Problemlösung.

Gearbeitet wird auf verschiedenen Lernpegeln: Hat eine Schachgruppe eines der insgesamt vier Level erreicht, kann der Gruppenleiter eine Prüfung ansetzen. Diese, so heißt es im Konzept des Schachzentrums, diene zugleich der Selbstüberprüfung des Schachlehrers: Entscheidend sei die Frage, ob es ihm gelungen ist, „den Schülern die Lerninhalte vollständig, korrekt und verständlich beizubringen sowie die Kinder richtig einzuschätzen“. Den Kindern, die neben ausführlichem Lehrmaterial auch regelmäßig Schach-Hausaufgaben bekommen, winken übrigens bei Bestehen der jeweiligen Level-Tests Medaillen ,und unabhängig vom Ergebnis erhalte jeder Teilnehmer einen kleinen Preis.

Turniertauglichkeit ist für Petra Dudek nicht das Maß aller Dinge, sondern die individuelle Begabungsförderung. „Damit kann man nicht früh genug anfangen“, sagt die Organisatorin. Derweil üben Ole, sechs Jahre alt, und der achtjährige Tom mit Eifer die Spielzüge: Die beiden Gievenbecker gehören der Anfängerstufe an, und sie erklären wie aus einem Munde: „Schach ist genauso spannend wie Fußball!“ Immerhin spiletdas Duo beim 1. FC Gievenbeck , und für Petra Dudek ist die kindliche Begeisterung - die sich allerdings bislang auf Jungen beschränkt - immer wieder faszinierend. „Es gibt so manche Fünfjährige“, schwärmt die Albachtenerin, „die wollen unbedingt Schach spielen, und es lässt sie nicht mehr los...!“

» Weitere Informationen sowie Anmeldung zu einer kostenlosen Schnupperstunde unter Telefon 02536/1627.

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