MS-West
Ganztag zwingt zum Handeln

Freitag, 13.02.2009, 10:02 Uhr

Münster-Nienberge - „Wir wollen unser positives Erscheinungsbild weiter stärken und uns vor allem als kompetente Ansprechpartner definieren.“ Mit dieser Absichtserklärung des neuen Vorsitzenden Christoph Schulz endete am Mittwochabend eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Musikschule Nienberge . Der Anlass schien dringlich: Mit 17 Ja-Stimmen und einer Enthaltung beschloss man im Kulturforum die offenbar längst überfällige Aktualisierung der aus dem Jahre 1974 stammenden Satzung.

Neu ist darin die Festlegung der musikalischen Förderung auch für Erwachsene, zumal laut Vorstand deren Anteil steige und der der Kinder und Jugendlichen kontinuierlich sinke. Weitere Neuheit: Um Kontinuität zu gewährleisten, sollen Vorstandswahlen nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Da sich die Tätigkeit der Einrichtung bereits seit Jahren keineswegs auf den Stadtteil beschränke, wurde die Ausweitung aufs gesamte Stadtgebiet auf den Weg gebracht.

Das neue Führungsteam um den Vorsitzenden Schulz und seinen Vize Helmut Hamsen sieht damit die Weichen für die Zukunft gestellt und beließ es nicht bei wohlklingender Rhetorik: „Wir haben mit dem neuen Team einiges schon angepackt, auch wenn vieles noch auf dem Wege ist.“ Ziel sei es, sich nach außen als kompetentes Fachgremium zu präsentieren, zudem konnten mit Gaby Mevenkamp (musikalische Früherziehung) und Juliane Gaido-Ankele (Streicher) zwei vakante Fachleitungsstellen besetzt werden.

Schon seit 15 Jahren kooperiere die Musikschule mit münsterischen Schulen in der Innenstadt. Dazu zählten die Martin-Luther-Schule, Schlaun- und das Pascalgymnasium - mit der Kreutzschule komme ab Sommer eine weitere hinzu.

Als „attraktives Betätigungsfeld“ bezeichnete der Vorsitzende die Bildung weiterer Musikklassen, zumal sich laut Schulz die Nienberger Musikschule angesichts des offenen Ganztags wandeln müsse.

Als „großes Pfund“ betrachtete man nicht nur im Vorstand mit sichtlichem Stolz die gewachsenen Strukturen, die nicht zuletzt Gemeinschaftsprojekte wie die fast komplett ausverkauften „Pinoccio“-Vorstellungen zu einem Erfolg werden ließen. Auf einen Demokratisierungsprozess des 670 Mitglieder starken Vereins legt Schulz größten Wert: Mit Blick auf neue Aufgabenfelder erfolge in Kürze eine Befragung der Mitglieder und Lehrer.

Geschäftsführerin Anneliese Janning rief während der Mitgliederversammlung das Wirken des in 2008 verstorbenen Ehrenvorsitzenden Bern­old Bendel in Erinnerung: „Seine Fachkompetenz prägte die Musikschule bis heute. Sie ist sein Kind.“

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