MS-West
Alternativstandort fürs Schützenfest

Mittwoch, 11.02.2009, 18:02 Uhr

Münster-Roxel - Der geplante Bau einer neuen Dreifachsporthalle auf dem Bezirkssportgelände an der Tilbecker Straße (die WN berichteten) bereitet Bezirksvertreter Philipp Hagemann Sorgen. Immerhin ist der Sozialdemokrat Mitglied der St.-Pantaleon-Bruderschaft und der würde nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge durch den Neubau ihr angestammter Festplatz genommen. Hagemann macht sich deshalb dafür stark, schon jetzt nach einem Alternativstandort für die Schützenfestivitäten zu suchen.

„Ich möchte nicht, dass es bei uns in Roxel so ein jahrelanges Hin und Her gibt wie in Nienberge “, sagt Hagemann. In einem Antrag, der schon am heutigen Donnerstag in der Bezirksvertretung Münster-West auf den Tisch kommen soll, setzt sich der Bezirksvertreter dafür ein, dass die Stadtverwaltung „geeignete Standorte für einen neuen Festplatz der St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft“ prüft und benennt. Die Alternativstandorte sollen nach den Vorstellungen Hagemanns Ortsnähe und eine gute verkehrliche Erreichbarkeit (auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln) aufweisen. Sie sollen Strom- und Wasseranschlüsse bieten, einen angemessenen Abstand zur Wohnbebauung und eine für Schützenfestaktivitäten ausreichende Größe haben.

„Aufgrund der offenbar kurz bevorstehenden Möglichkeit einer Realisierung der Dreifachsporthalle in Roxel, die auf dem bisherigen Festplatz der St.-Pantaleon-Bruderschaft am Sportzentrum Tilbecker Straße entstehen wird, ist es erforderlich, möglichst zeitnah einen Alternativstandort fürs alljährliche Sommerschützenfest zu finden“, schreibt Hagemann in seinem Antrag.

Die Bruderschaft sei einer der größte Verein in Roxel und habe eine lange Tradition. Jedes Jahr feierten Alt und Jung drei Tage ein ausgelassenes Fest, zu dem alle Roxeler Bürger eingeladen seien. Es sei erforderlich, dass der Bruderschaft „ein angemessener und an den genannten Umständen sich orientierender Festplatz zur Verfügung gestellt wird“.

Aus der Sicht des Sozialdemokraten kommt vor allem der Raum rund um das Schul- und Sportzentrum als Standort des Schützenzelts in Betracht. Dieses sei ortsnah gelegen, verkehrlich gut erreichbar und weise die nötige Infrastruktur sowie den notwendigen Abstand zur unmittelbaren Wohnbebauung auf, meint Hagemann.

Darüber hinaus muss nach Ansicht des Sozialdemokraten darauf geachtet werden, dass die für den Bau der Sporthalle ins Auge gefasste Fläche auch von anderen Vereinen - beispielsweise dem BSV Roxel - genutzt werde: „Auch hierfür muss eine geeignete Ausgleichsfläche gefunden werden.“

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