MS-West
Kötterhaus: Wer macht mit?

Dienstag, 10.02.2009, 23:02 Uhr

Münster-Roxel - Lange Monate war es still um das Projekt „Ein Kötterhaus für Roxel “. Nachdem sich im vergangenen Jahr der Heimat- und Kulturkreis aus dem ambitionierten Vorhaben verabschiedet hatte (die WN berichteten), lag es vorübergehend auf Eis. Doch mittlerweile sammeln sich neue Kräfte, die den Traum vom multifunktional zu nutzenden Roxeler Heimat- und Kulturhaus in der unmittelbaren Nachbarschaft des historischen Seihofteichs Wirklichkeit werden lassen wollen. Wie die WN gestern von Tono Dreßen erfuhren, steht unter anderem auch der Stadtheimatbund hinter dem Projekt: „Wir wollen das Kötterhaus in Roxel unterstützen!“, unterstrich dessen Vize-Vorsitzender.

Hinter den Kulissen hat es in den vergangenen Monaten so manches Gespräch und so manche Idee gegeben, um das Kötterhaus als „Gemeinschaftsprojekt der Generationen in Roxel“ wieder auf Kurs zu bringen. Dank des Engagements von Initiatorin Gabriele Sürig wurde, so Dreßen, ein professioneller und informativer Internetauftritt eingerichtet. Unter www.koetterhaus.de wird die Werbetrommel für das Projekt gerührt. Es wird um Unterstützer, freiwillige Helfer und Sponsoren geworben. Mit Geld-, Material- und Sachspenden sowie ehrenamtlichem Engagement soll das Kötterhaus möglich gemacht werden. Für das Grundstück und zur Realisierung des Projekts müssen 415000 Euro aufgebracht werden.

Wer mithelfen will, kann dies unter anderem auch durch die Bestellung von Postkarten, Kaffeebechern, T-Shirts und Kühlschrank-Magneten mit der Ansicht des geplanten Kötterhauses machen. Als besonderes Bonbon steht ein Kötterhaus-Bastelbogen zum Download im Internet bereit. Auch mit einem virtuellen Ziegelstein und dem Eintrag in die Liste der Unterstützer können Interessierte helfen, das Projekt voranzutreiben.

Vorgesehen ist, dass das Kötterhaus als Roxeler Heimat- und Kulturzentrum eine Begegnungsstätte für Jung und Alt werden soll. Es soll - wie berichtet - aus dem Ständerwerk des einstmals in Kinderhaus beheimateten Heuerlingshauses Hunnewinkel und einem Backhaus des Kötterhauses Schmitz aus der Bauerschaft Schonebeck bei Roxel erstellt werden. Beide wurden um 1800 gebaut und würden im Falle des Falles vom Freilichtmuseum Detmold kostenlos zur Verfügung gestellt.

Vieles ist noch in der Schwebe, doch die Verwirklichung des Projekts soll nach Möglichkeit erfolgreich umgesetzt werden. Zu denen, die hinter dem Kötterhaus stehen, zählt unter anderem auch Ralf Landwerth. Der Chef des Roxeler Bauunternehmens Kappel sieht Möglichkeiten, die Rohbauarbeiten zusammen mit anderen ortsansässigen Firmen durchzuführen und führt diesbezüglich bereits Gespräche. Alleine könne er die Aufgabe nicht stemmen, doch mit der Unterstützung von Kollegen ließe es sich bewegen. „Ich bin guten Mutes. Irgendwie kriegen wir das schon hin!“, sagt Landwerth.

Der Internetauftritt, so erläuterte Kötterhaus-Ideengeberin Gabriele Sürig den WN, soll dazu anregen, „Mitmacher zu gewinnen, die ,weiter! sagen, somit einen Dominoeffekt initiieren und mittragen.“ Gesucht seien Menschen, „die sich bewegen und dadurch etwas bewegen“. Bürger mit dem Glauben an sich, ihr Können und mit dem Glauben an die Zukunft.

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