MS-West
„Misswirtschaft und Recherchepleiten“

Dienstag, 10.02.2009, 18:02 Uhr

Münster-Mecklenbeck - Die PCB-Sanierungspläne für die städtische Reitanlage „Haus Kump “ (die WN berichteten) bringen die Meck­lenbecker SPD offenbar auf die Palme: „Die Manager der letzten 30 Jahre auf ,Haus Kump haben den Steuerzahlern Sanierungskosten in Höhe von 436000 Euro hinterlassen, die durch die Stadt Münster ohne Wimpernzucken beglichen werden? In den Mecklenbecker Schulen hätte man gerne einen Bruchteil dieser Summe für die Stärkung der schulischen Ausbildung unserer Kinder zur Verfügung gehabt.“ Mit diesen Worten geht SPD-Bezirksvertreter Dr. Hubert Sanetra in einer Pressemitteilung mit den Sanierungsplänen hart ins Gericht.

Von „ Misswirtschaft “ und „Recherchenpleiten“ seitens der Stadtverwaltung ist die Rede. Über diese könne die SPD nur noch mit dem Kopf schütteln, so Sanetra weiter. In seinen Ausführungen widerspricht der Mecklenbecker Sozialdemokrat der Verwaltungsdarstellung, dass es in den 80er Jahren üblich gewesen sei, PCB-haltigen Kabelschredderschrott zur Verbesserung der Bedingungen auf Reitplätzen aufzubringen. Das sei schon damals verboten gewesen. Vielmehr sei heimlich entsorgt worden, „um Kosten zu sparen und daran zu verdienen“.

Darüber hinaus sieht Sanetra Aufklärungsbedarf in Hinblick darauf, wer für das Untermengen des Kabelschredderschrotts verantwortlich ist. Dem Bezirksvertreter stellt sich die Frage, ob seitens der Verwaltung überhaupt gründlich recherchiert wurde. Schließlich müsse die Stadt nun die Zeche zahlen - „aus dem Steuersäckel und damit dem Geld der Bürger“.

Tätig geworden sei die Verwaltung ohnehin erst auf Antrag der Sozialdemokraten im Oktober 2008, sagt Sanetra. Er vermisst weitere Recherchen. In den vergangenen Monaten habe es keinerlei neue Erkenntnisse gegeben.

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