Roxel
Die Notbremse gezogen

Montag, 30.03.2009, 19:03 Uhr

Münster-Roxel - „Es kann so nicht weitergehen!“ Die Worte von Kassenwart Wolfgang Grawemeyer waren mehr als deutlich: Den BSV Roxel plagen wachsende Sorgen um die Finanzen. Bei der Generalversammlung zog der Vorstand die Notbremse : Mit vier Enthaltungen beschloss man eine 15- bis 20-prozentige Anhebung des Mitgliedsbeitrages. „Sieben Jahre lang sind wir ohne Erhöhung ausgekommen, jetzt führt kein Weg mehr daran vorbei“, so der für weitere drei Jahre im Amt bestätigte Vorsitzende Detlev Ströcker . Der Sportverein - er verzeichnete einen Mitgliederzuwachs - müsse „wirtschaftlich liquide“ bleiben.

Sowohl Grawemeyer als auch der Ehrenvorsitzende Manfred Rosengarten hatten nach Verlesen des Kassen- und Kassenprüfberichtes - es wurde ein vierstelliges Minus verzeichnet - dringliche Sparmaßnahmen angemahnt. Die Beiträge steigen wie folgt (bisherige Beträge in Klammern): Der Förderbeitrag beträgt 40 Euro (35 Euro), Kinder bis 21 Jahre zahlen 80 (65 Euro), Erwachsene ab 21 Jahren 126 Euro (105 Euro). Für ein Single plus Kind werden 170 Euro (145 Euro) fällig, für Familien 190 Euro (bislang 165 Euro) und für zwei Kinder 132 Euro (110 Euro). Trotz Erhöhung rangiere der BSV im Vergleich mit benachbarten Sportvereinen „in der unteren Skala“, meinte Ströcker.

Auf Antrag von Reiner Wyschka, Chef der Fußballabteilung, soll bei der nächsten Versammlung das Thema Spartenbeiträge auf die Tagesordnung: „Da liegt Geld auf der Straße!“

Rückblickend erinnerte Ströcker an die teilweise kostspieligen Festivitäten anlässlich des 50-jährigen Bestehens in 2008: So habe allein die Miete der Hauptschul-Aula mit einem vierstelligen Beitrag an die Stadt zu Buche geschlagen. Der traditionsreiche Sportverein ist mit 1578 Mitgliedern im Aufwind, die Fußballabteilung (512) ist die größte Abteilung, gefolgt von Handball (281) sowie Gymnastik und Turnen (275).

Eine weitere frohe Botschaft vermeldete Vorstandsmitglied Josef Israel: Schon im Mai beginnen die Arbeiten für die Umwandlung des Tennen- in einen Kunstrasenplatz, bereits nach der Sommerpause soll er zum neuen Saisonbeginn bespielbar sein. Die Stadt trägt 430900 Euro der Kosten, mit Eigenleistungen und Spenden will der BSV die restlichen 37000 Euro erbringen.

„Der BSV hat es der Politik sehr leicht gemacht“, bedankte sich Ratsfrau Sybille Benning für die vorbereitende Planung des Kunstrasenplatzes. Der einstimmige Errichtungsbeschluss war somit reine Formsache. Auch dem Bau der lang ersehnten Dreifachhalle stehe nun nichts mehr im Wege, hieß es.

Bettina Delbrouck (Breitensport), Andreas Csury (Handball), Karl Lange (Tennis und Judo), Peter Kubitz (Volleyball) und Reiner Wyschka (Fußball) berichteten detailliert aus den Abteilungen. Sorgenkind bleibt die Fußballabteilung, die dringend ein zusätzliches Spielfeld benötigt - denn etliche Kinder hätten mangels Kapazitäten bereits abgewiesen werden müssen. Der BSV liebäugelt mit einer Erweiterungsfläche nördlich des Tennenplatzes, so Rosengarten. Eine Realisierung hält Ratsfrau Benning allerdings aus begreiflichen Gründen derzeit für „unrealistisch“.

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