Roxel
Unterstützung von der Westfalen-Initiative

Mittwoch, 15.04.2009, 00:04 Uhr

Münster-Roxel - Das Roxeler Kötterhaus-Projekt befindet sich in gutem Fahrwasser: Der erst vor wenigen Tagen aus der Taufe gehobene Verein „ Kötterhaus Roxel “ (die WN berichteten) kann nun auch auf Unterstützung durch die Stiftung Westfalen-Initiative zählen. Dies hob im Gespräch mit den WN gestern Prof. Dr. Klaus Anderbrügge hervor. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass es sich um ein Projekt mit Vorbildcharakter handelt“, unterstrich der Geschäftsführer der in Münster ansässigen und oftmals mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe kooperierenden Initiative.

Die Stiftung Westfalen-Initiative hat sich nach eigenen Angaben auf die Fahnen geschrieben, „die Eigenverantwortung der Bürger, die Dezentralisierung staatlichen Handelns und die Entwicklung eines lebendigen, wirtschaftlichen und kulturell erfolgreichen Westfalens mit ausgeprägtem Identitätsbewusstsein in einem Europa der Regionen“ zu fördern. „Der Aspekt des bürgerschaftlichen Engagements liegt uns ganz besonders am Herzen“, sagt Anderbrügge mit Blick auf das Kötterhaus-Projekt. Er sei der Ansicht, dass im münsterischen Stadtteil Roxel - dort soll das Kötterhaus als Begegnungsstätte für Jung und Alt sowie Forum für Kunst, Kultur und Heimatkunde realisiert werden - einiges in Bewegung geraten sei. Die Stiftung sei bereit, der Initiative zur Seite zu stehen.

Üppig dotierte Preise oder Finanzspritzen seien nicht zu erwarten. Die Westfalen-Initiative biete vielmehr ideelle Unterstützung an. Beispielsweise könne sie den Verantwortlichen des Vereins „Kötterhaus Roxel“ aufzeigen, wie andernorts vergleichbare Projekt erfolgreich in die Tat umgesetzt worden seien. Mit dem Heimathaus in Sprakel, dem Gallitzin-Haus in Angelmodde oder dem Hof Hesselmann in Mecklenbeck gebe es dafür bereits in Münster mustergültige Beispiele.

Die Stiftung mit ihrem weitreichendem Wirkungsgebiet, das sich von Ostwestfalen übers Ruhrgebiet bis hin ins Siegerland erstrecke, verstehe sich als „Vernetzer“, betont der Geschäftsführer. Sie könne Gespräche initiieren, Leute zusammenführen: „Mit unserer ideellen Unterstützung haben wir bereits so manches zum Ziel geführt, aus dem ansonsten nichts geworden wäre“, sagt Anderbrügge.

Dem Verein „Kötterhaus Roxel“ wünscht der Stiftungsgeschäftsführer Erfolg. Wenn sich möglichst viele Bürger mit ihrem Stadtteil identifizierten, könne das Projekt realisiert werden. Aus Sicht der Westfalen-Initiative seien bürgerschaftliche Initiativen wie die Roxeler Kötterhaus-Initiative, die zudem den Stadtheimatbund hinter sich wisse, gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Gabriele Sürig, Initiatorin und Motor des Kötterhaus­Projekts, betrachtet die anstehende Zusammenarbeit mit der Stiftung Westfalen-Initiative als erfolgversprechende Konstellation: „Unser Verein bemüht sich darum, etwas zur Stärkung der Regionalkultur Roxels zu tun, Das passt zu den Leitgedanken der Stiftung.“ Ziel des Kötterhaus- Vereins sei es, Roxels Geschichte, Tradition und Kultur an einem kulturhistorisch bedeutsamen Ort, unter einem regionaltypischen Dach zu bündeln, zugänglich zu machen und weiterzugeben. „Tradition, Kommunikation, Innovation - nur wer seine Wurzeln kennt, kann die Welt von Morgen mitgestalten.“

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