Roxel
Unverwechselbare Handschrift

Donnerstag, 20.08.2009, 18:08 Uhr

Münster-Roxel - Es ist die perfekte Ökonomie der Mittel, die Rudolf Breilmanns vielfältiges Gesamtwerk kennzeichnet: Mit wenigen, akzentuierten Pinselstrichen porträtiert er nordische Landschaften. Stets den Blick fürs Wesentliche offenbaren ebenso die - nie übermäßig verfremdeten - Kleinplastiken wie die zahlreichen Aquarelle, Pastelle und Holzschnitte des weit über die Grenzen Münsters hin­aus bekannten Künstlers.

Keine Frage, Breilmanns künstlerische Handschrift ist unverwechselbar. Davon konnten sich die Besucher bei der Vernissage im Nicolai-Gemeindezentrum überzeugen - anlässlich seines 80. Geburtstags gewährt der Bildhauer einen eindrucksvollen Einblick in sein umfangreiches schöpferisches Schaffen.

„In Münster und im Münsterland begegnen uns die Werke von Rudolf Breilmann auf Schritt und Tritt“, betonte Prof. Dr. Wolfgang Ströbele , Vorsitzender des Heimat- und Kulturkreises, bei der Eröffnung der sehenswerten Schau, die sämtliche Wände des evangelischen Gemeindezentrums schmückt.

Nicht unerwähnt ließ Ströbele den künstlerischen Werdegang Breilmanns und die zahlreichen Spuren, die der Roxeler in seiner Heimatstadt hinterlassen hat: Angefangen von den frühen bildhauerischen Arbeiten wie den Reliefs am Stadthaus, den Figuren am Domparadies, dem Nepomuk auf der Aabrücke am Bispinghof, und, und, und . . .

Pfarrerin Susanne Kucks­hoff versäumte es nicht, dem Ehepaar Breilmann insbesondere für dessen langjähriges Engagement in der evangelischen Gemeinde zu danken. So fertigte Rudolf Breilmann vier textile Antependien (Altarbehänge) für den Kirchenraum an, während seine Ehefrau Renate regelmäßig die geschätzten Konzerte mit Barockmusik und Klassik auf die Beine stellt.

Mit zwei Händel-Arien sorgten Susan Rohdenburg (Gesang), Renate Breilmann (Querflöte) und Bärbel Stähler-Grunert (Orgel) am Mittwochabend für die musikalische Einstimmung.

Rudolf Breilmann, bekannt für seine Bescheidenheit, macht nicht viel Aufhebens um sein Werk. „Ich bin immer streng mit mir selbst“, kommentierte er wortkarg seine künstlerische Disziplin: „Bildhauerei ist und bleibt mein Schwerpunkt.“ Derzeit entstehe im Atelier am Rohrbusch eine 1,80 Meter hohe von-Galen-Plastik, bestimmt für das Telgter Museum, ergänzte Ehefrau Renate.

Einen Atelierbesuch bei seinem Gründungsmitglied plant unterdessen der Heimat- und Kulturkreis, der auch die Ausstellung veranstaltet.

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