Roxel
Mehr Schäden als erwartet

Dienstag, 17.08.2010, 18:08 Uhr

Münster-Roxel - Das ist Maßarbeit : Die rund 30 Kilogramm schweren Platten aus Anröchter Sandstein , aus denen am Mahnmal die Treppenstufen angefertigt werden, müssen einzeln passgenau eingefügt werden. Dazu messen die Landschaftsgärtner den variierenden Radius ab und arbeiten die Seitenkanten individuell im richtigen Winkel heraus. Zusätzlich werden die vorderen Ansichtflächen bossiert, also von Hand abgeschlagen, damit eine natürlich wirkende, wie herausgebrochen aussehende Kante entsteht.

Die Männer der Ibbenbürener Firma Beyer haben viel zu schleppen. Es mussten noch Platten für rund 30 Meter Länge nachbestellt werden, weil es mehr Frostschäden gab als zunächst angenommen.

Die Mauer hinter dem Kreuz wurde bereits neu ausgefugt. Ein Steinmetz hat die beiden Platten mit den Jahreszahlen der beiden Weltkriege wieder eingesetzt und neu fixiert. Das Kreuz selbst soll als Letztes überarbeitet werden.

Wie Reiner Bertling vom Amt für Immobilienmanagement auf WN-Anfrage erläuterte, bekommen die Treppenstufen und das Podest ein etwas stärkeres Gefälle als zuvor, damit Regenwasser besser abfließen kann. Außerdem wird alles in wasserundurchlässigen, frostsicheren und kunststoffvergüteten Mörtel gelegt. Der Anröchter Sandstein sei so hart, dass er kein Wasser ziehe, erklärte Landschaftsgärtner Harald Lampe . Wenn in zwei Wochen das gesamte Mahnmal fertig ist, dürfte es so gut wie möglich vor Frostschäden geschützt sein.

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