Aus für den offenen Mittagstisch
Verein „Von Mensch zu Mensch“ und Stift Tilbeck stellen Angebot im Seniorenzentrum ein

Münster-Roxel -

Einen offenen Mittagstisch für Senioren im neuen Wohnheim an Pastors Garten hatten Mitglieder des Vereins „Von Mensch zu Mensch“ gemeinsam mit dem Stift Tilbeck ins Leben gerufen. 14 ehrenamtliche Helfer standen – wie berichtet – bereit, um sich darum zu kümmern. Nur die Esser, die blieben aus.

Mittwoch, 28.03.2012, 22:03 Uhr

Aus für den offenen Mittagstisch : Verein „Von Mensch zu Mensch“ und Stift Tilbeck stellen Angebot im Seniorenzentrum ein
Der frischgekürte Vorstand des Vereins „Von Mensch zu Mensch“ (v. l.): Franz Spreckelmeyer, Annegret Lingemann, Angelika Waldeck, Ursula Mildner, Beate Hube-Ackermann, Cornelia Wittkowski. Foto: mfe

„Wir dachten zu Beginn, ein tolles Angebot für den Stadtteil präsentieren zu können“, sagte der Leiter des Seniorenwohnheims, Joachim Brand , der auch Mitglied bei „Von Mensch zu Mensch“ ist. „Wir mussten aber erkennen, dass es nicht so angenommen wurde, wie wir uns das vorstellten.“ „Zu Beginn hatten wir 20 Gäste“, berichtete Brand bei der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern, „dann aber dümpelte die Nachfrage nur so vor sich hin.“ Zum 1. April wird der Mittagstisch nun wieder eingestellt. Die Vereinsvorsitzende Annegret Lingemann dankte den Mitgliedern, die sich dabei ehrenamtlich engagiert hatten. „Die 14, die beim Mittagtisch helfen wollten, würde ich gerne für andere Aufgaben gewinnen“, betonte die Vorsitzende. „Viele Bewohner freuen sich darüber, wenn sie einfach einmal jemand abholt und nur ein wenig an die frische Luft begleitet.“ Insgesamt hat der nun seit sechs Jahren bestehende Verein zurzeit 143 Mitglieder, davon übernehmen 53 Hilfeleistungen. „Das älteste Mitglied ist Jahrgang 1917, das jüngste von 1983.“ Am aktivsten seien Mitglieder zwischen 60 und 70 Jahren, gefolgt von denen zwischen 70 und 80 sowie denen zwischen 50 und 60 Jahren. Die Hilfeleistungen seien vielfältig: „Wir übernehmen Fahrdienste, begleiten zum Einkauf, treffen uns mit Menschen zum Plaudern oder um ihnen etwas vorzulesen.“ Durchschnittlich hätten 40 Personen pro Woche Kontakt mit dem Verein, berichtete Annegret Lingemann. Alle Hilfeleistungen seien kostenlos. „Wir wollen unsere Leistungen auch nicht in Geld umrechnen“, sagte Angelika Waldeck, „dann bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke.“ Wahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Annegret Lingemann wurde wiedergewählt, ihre neue Stellvertreterin ist Angelika Waldeck, die das Amt bisher kommissarisch innehatte. Die zweite Stellvertreterin, Beate Hube-Ackermann, kandidierte nicht erneut für den Vorstand, zu ihrer Nachfolgerin wählte die Versammlung Cornelia Wittkowski. Schriftführer Franz Spreckelmeyer und Kassiererin Ursula Mildner sprach die Versammlung das Vertrauen für eine weitere Amtsperiode aus.

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