„Die Atmosphäre ist einmalig“
Weihnachtskonzert der Roxeler Turmbläser

Münster-Roxel -

Sie sind nicht zu sehen, dafür aber weithin zu hören: Die Turmbläser, die am Heiligen Abend hoch oben im Kirchturm der St.-Pantaleon-Kirche seit über 30 Jahren Weihnachtlieder anstimmen. Zwischen dem Familiengottesdienst und dem Hochamt treffen sich die Bläser, die sonst gemeinsam im Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Münster spielen, zum Musizieren. Auch ehemalige Korpsmitglieder machen dabei mit.

Donnerstag, 27.12.2012, 09:12 Uhr

Hoch droben im Turm von St. Pantaleon stimmen die Musiker schon seit Jahren stets am Heiligen Abend ihr weihnachtliches Blaskonzert an.
Hoch droben im Turm von St. Pantaleon stimmen die Musiker schon seit Jahren stets am Heiligen Abend ihr weihnachtliches Blaskonzert an. Foto: mfe

„Ein Termin, den jeder von uns, der zum Weihnachtsfest in Münster ist, wahrnimmt“, berichtet Ludger Elbers . Er leitet das Konzert und sorgt für die Noten. „Wer kommt, das weiß vorher keiner, weil ein Teil von uns nicht mehr in Roxel lebt. Wer aber seine Familie besucht, ist am 24. Dezember auch im Turm anzutreffen.“ Anmeldungen gibt es nicht – so kann es auch einmal sein, dass jemand mitspielt, der seit Jahren nicht dabei war. Die meisten sind allerdings treue Stammgäste. Rund zehn bis 15 Blechbläser spielen immer im Turm. Viele sind seit etlichen Jahren dabei und freuen sich auch auf das traditionelle Wiedersehen mit alten Freunden.

Doch nicht nur die Musiker wollen auf diese Veranstaltung nicht verzichten, auch die Roxeler Bürger lieben diese Einstimmung auf den Heiligen Abend. Nach dem Familiengottesdienst bleiben sie auf dem Kirchplatz stehen und genießen die besondere Weihnachtsstimmung. Von „Oh, Du Fröhliche“ bis hin zu „Tochter Zion“ werden viele altbekannte Lieder angestimmt. Gelegentlich singt das Publikum auch mit. Einige Roxeler, die zum Hochamt in die Kirche gehen, waren früher losgefahren, um auch noch einen Teil des Konzerts mitzubekommen. Wer zu Fuß kam, hörte die Musik schon von Weitem.

In diesem Jahr konnten die Bläser übrigens problemlos spielen. Keine eingefrorenen Ventile und Finger, derartig milde Temperaturen gab es schon lange nicht mehr. In vergangenen Jahren half oft nur noch ein Schnaps zum Wärmen. Und das eine oder andere Instrument gab komplett den Geist auf. „Wirklich warm ist es da oben allerdings nie“ erklärt Ludger Elbers. „Dort droben im Turm zieht es ganz schön, die Fenster sind undicht – aber die Atmosphäre ist einmalig.“

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