Schlechtes Wetter beim Volksbank-Münster-Marathon verlangt Teilnehmern viel ab
„Es war hart“: Laufstrapaze bei Regen und Wind

Münster-West -

Dem miesen Wetter mussten sie trotzen: Beim Münster-Marathon zog es die Läufer auch durch Nienberge, Roxel und Gievenbeck.

Sonntag, 08.09.2013, 23:09 Uhr

Im Sauseschritt durch Nienberge: Tausende von Läufern durchquerten am Sonntag den münsterischen Ortsteil, in dem sie bereits die Halbmarathon-Marke hinter sich bringen konnten.
Im Sauseschritt durch Nienberge: Tausende von Läufern durchquerten am Sonntag den münsterischen Ortsteil, in dem sie bereits die Halbmarathon-Marke hinter sich bringen konnten. Foto: bll

Klagen über das miese Wetter hatten am niederländischen „Power Point“ des Münster-Marathons keinen Platz. Kurz hinter dem Halbmarathonpunkt in Nienberge hatte die Euregio in diesem Jahr extra einen orangefarbenen Streckenstand aufgebaut. „Zum ersten Mal haben wir über 70 niederländische Läufer“, erklärte Power-Point-Leiter Lorenz Dik.

Es sei ein schönes Zeichen, dass die starke niederländisch-deutsche Beziehung damit eine besondere Berücksichtigung finde, betonte der Mann von der Euregio. Aufgrund des schlechten Wetters habe allerdings auf üppige Dekoration verzichtet werden müssen.

Mit Tulpen und Fähnchen sollte jedoch trotzdem ein bisschen Flair geschaffen werden. „Ich hoffe, dass im nächsten Jahr noch mehr Niederländer mitlaufen“, so Dik weiter. Für den interkulturellen Austausch sei es wichtig, dass sich Menschen kennenlernen. Ein solcher Marathon im Grenzgebiet sei bei besserem Wetter sicherlich der ideale Ort, um das zu erreichen.

Die Vorfreude der Staffelläufer hielt sich allerdings auch in Grenzen. „Die zehn Kilometer laufe ich einfach runter“, erzählte Anna-Maria Plückebaum von der Biologiestudentenstaffel „Bio na´logan“. „Das geht hoffentlich auch ohne Jacke.“

Am restlichen Streckenrand wurde für gute Unterhaltung gegen das schlechter Wetter gesorgt. Im Programm des kleinen Nienberger Stadtteilfestes zogen die Blasmusiker der „Hengeler Weend Bloazers“ aus den Niederlanden, das Akrobatik-Duo „Schön Stark!“ sowie ein Stelzen-Drachen Jung und Alt in ihren Bann. Als erster Marathon-Läufer am Nienberger „Kraft-Punkt“ konnte Joel Kinsang Kositaney, der in der Endabrechnung auf dem zweiten Platz landen sollte, die Fans begrüßen.

„Es war hart“, stöhnte Marcel Machauer der als zweiter Staffelläufer für das Team vom „HSP Münster“ Nienberge erreichte. „Trotz Gegenwind und Regen hat’s trotzdem richtig Spaß gemacht.“

Auf der ländlichen Strecke von Nienberge nach Roxel konnten die Läufer erst einmal zur Ruhe kommen. Inmitten von Feldern und Wiesen sorgten die rhythmischen Klänge der 40-köpfigen afro-kubanische Trommelgruppe „Taka-Tun“ für mehr Konzentration und Antrieb.

Im Zentrum von Roxel wurden die Läufer und Läuferinnen dann von der Trommelgruppe „Sambanda Girasso“ und den Cheerleadern „Münster Mammuts Youth“ begrüßt. Die rhythmischen Klänge und Tänze der Gruppen begeisterten auch die Zuschauer. Die Drachendame Lizzy mit ihrem Drachenkind Lulu von den Künstlern Tiffany und Archibald feuerten kräftig mit an. Das anhaltende schlechte Wetter konnte der Begeisterung in Roxel nicht schaden. Und am Verpflegungsstand arbeiteten die fleißigen Helfer unermüdlich für das Wohl der tapferen Läufer.

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