Roxeler Kunstwerk „Bogen und Stele“
Rückkehr erst im Frühjahr

Münster-Roxel -

In diesem Jahr wird es nichts mehr: Der Bogen des Kunstwerks „Bogen und Stele“ soll erst Anfang 2014 repariert und dann wieder an der Pantaleonstraße aufgestellt werden. So sehen es zumindest die Pläne der Stadt vor.

Dienstag, 29.10.2013, 18:10 Uhr

Nur der frische helle Fugensand lässt erahnen, wo bis vor einigen Tagen noch der zum Kunstwerk „Bogen und Stele“ gehörende Betonbogen auf seinem Fundament stand.
Nur der frische helle Fugensand lässt erahnen, wo bis vor einigen Tagen noch der zum Kunstwerk „Bogen und Stele“ gehörende Betonbogen auf seinem Fundament stand. Foto: sch

Roxels SPD-Bezirksvertreter Philipp Hagemann hatte sich – wie berichtet – bereits auf eine „kurzfristige Instandsetzung“ gefreut. Doch damit dürfte es wohl nichts werden: Der vor einigen Tagen beschädigte Rundbogen des zweiteiligen Kunstwerks „Bogen und Stele“ an der Pantaleonstraße wird aller Voraussicht nach erst im Frühjahr kommenden Jahres repariert und wieder aufgestellt. Das hob im Gespräch mit den WN gestern Reiner Bertling vom städtischen Amt für Immobilienmanagement hervor.

Einige Roxeler hatten sich darüber gewundert, dass am bisherigen Standort nichts mehr vom Betonbogen und dessen Stützen zu sehen ist. Die Fläche wurde frisch mit Naturstein gepflastert. Allein der helle Fugensand weist darauf hin, dass dort seit 1997 der von der Künstlerin Britta Leßmann angefertigte Bogen stand.

Die Stadt habe den Roxelern nicht zumuten wollen, in den kommenden Monaten mit dem Anblick von Absperrbaken im Ortskern leben zu müssen, sagte Bertling. Deshalb sei die angestammte Fläche des Kunstwerks gepflastert worden. Bei der Untersuchung des Schadens – der Bogen wurde von einem Lkw beim Rangieren angefahren und erheblich beschädigt – sei aufgefallen, dass das Fundament, auf dem sich das Betonobjekt befand, für eine sichere Aufstellung vermutlich nicht ausreichend sei. „Ich werde einen Statiker zurate ziehen, der das überprüft“, sagte der Skulpturenfachmann vom Amt für Immobilienmanagement. Möglicherweise müsse das Fundament erneuert werden.

Der Torbogen, der zusammen mit der benachbarten Stele das zweiteilige Kunstwerk ausmacht, wurde laut Bertling beim Tiefbauamt eingelagert. Er weise bedingt durch den Rangierunfall diverse Abplatzungen auf. Darüber hinaus seien die Stützen und die Verbindungen der verschiedenen Einzelteile beschädigt. „Um die 3000 Euro“ werde es kosten, den Bogen rundumerneuert an der Pantaleonstraße wieder aufzustellen. Beim Verursacher des Unfalls habe die Stadt ihre Ansprüche bereits geltend gemacht.

Auch Bertling ist nach eigenem Bekunden zu Ohren gekommen, dass es innerhalb der Bürgerschaft Stimmen geben soll, die das im städtischen Besitz befindliche Kunstwerk nicht unbedingt wieder aufgestellt sehen wollen. Es gibt Roxeler, die es gerne durch einen schmucken Brunnen ersetzt sehen würden. Eine derartige Diskussion sei ins Amt für Immobilienmanagement noch nicht durchgedrungen. Einen entsprechenden politischen Antrag oder eine Bürgeranregung gebe es nicht.

Dass angesichts der Beschädigung des Kunstobjekts – im Volksmund zuweilen auch „Kimme und Korn“ genannt – über Alternativen nachgedacht wird, verwundert nicht. Nicht jeder Roxeler konnte sich in den vergangenen Jahren mit dem Ensemble im Herzen des Heimatorts anfreunden. Daniel Brintrup, Juniorchef des benachbarten Hotel-Restaurants Brintrup, beispielsweise betont, dass er mit dem Kunstwerk „kein Problem“ habe. Gleichwohl sei seine persönliche Meinung, dass ein Brunnen an der Pantaleonstraße die bessere Wahl wäre: „Das würde den Platz beleben.“

Reiner Bertling geht nach dem derzeitigen Stand allerdings davon aus, dass der Betonbogen im Frühjahr an die Pantaleonstraße zurückkehrt. „Wenn nichts dazwischen kommt,, bauen wir ihn wieder auf!“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2005980?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F1758483%2F1979193%2F
Legenden, Freaks und coole Socken
Kinder der Kita St. Peter und Paul in Nienborg singen im Karaoke-Studio „Däpp Däpp Däpp, Johnny Däpp Däpp“ . . .
Nachrichten-Ticker