Elf Roxeler Firmen schreiben dem Oberbürgermeister
Bahnhaltepunkt soll 2014 eröffnet werden

Münster-Roxel -

Geht es nach den Chefs von elf Firmen aus dem Roxeler Gewerbegebiet rund um den Nottulner Landweg, dann darf es keine weiteren Verzögerungen geben: Der örtliche Bahnhaltepunkt müsse zügig gebaut und noch im kommenden Jahr eröffnet werden, fordern sie in einem Brief an den Oberbürgermeister.

Dienstag, 29.10.2013, 23:10 Uhr

„Weitere Verzögerungen bei der Einrichtung des Bahnhaltepunkts Roxel sind nicht hinnehmbar“, meint Ulrich Klose vom Marketing der Systec Elektronik &  Software GmbH. Aus diesem Grunde hat sich seine Firma zusammen mit zehn anderen Unternehmen an Oberbürgermeister Markus Lewe gewandt und ihm einen offenen Brief geschrieben: Die im Roxeler Gewerbegebiet rund um den Nottulner Landweg ansässigen Unternehmen machen sich für eine „baldige Verbesserung der ÖPNV-Anbindung“ stark.

In den vergangenen Tagen sei Medienberichten zu entnehmen gewesen, dass sich der Bau des Roxeler Bahnhaltepunkts, dessen Eröffnung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 geplant sei, möglicherweise um weitere Jahre verzögern könne. „Uns als Roxeler Unternehmen bereitet dies Sorge“, schreiben die Firmenchefs dem münsterischen Stadtoberhaupt.

Der Öffentliche Personennahverkehr spiele als Standortfaktor für die heimische Wirtschaft eine wichtige Rolle. Immer häufiger komme es vor, dass qualifizierte Fachkräfte sowie Auszubildende – insbesondere wenn sie nicht aus Münster stammten – über die schlechten Bus- und Bahnverbindungen nach Roxel klagten. Wenn es um öffentliche Verkehrsmittel gehe, dann sei der Ort aktuell nur mit den Stadtbuslinien 1 und 10 zu erreichen.

„Die Linie 1 hält nicht im hiesigen Gewerbegebiet am Nottulner Landweg. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Zug anreisen wollen, müssen zum Hauptbahnhof fahren, um von dort noch eine lange Busfahrt nach Roxel anzutreten. Eine Zug-Anreise nach Albachten stellt keine Alternative dar, da es keine direkte ÖPNV-Verbindung zwischen beiden Orten gibt, wie sie beispielsweise durch eine Bus-Ringlinie möglich wäre“, lassen die elf Firmenvertreter den Oberbürgermeister wissen.

Markus Lewe fordern die Unternehmer auf, die Zukunftsperspektiven der Roxeler Firmen zu sichern. Die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsanbindung sei ein wichtiger Beitrag dazu. Es sei nicht tragbar, wenn es bei der Wiederanbindung Roxels ans Schienennetz der Bahn zu weiteren Aufschüben komme.

Die Initiative, den offenen Brief zu schreiben, der übrigens auch den im Rat vertretenen Parteien geschickt wurde, ging von der Systec GmbH aus. Das Mechatronik-Unternehmen rannte nach eigenen Angaben mit dem Ansinnen „vielfach offene Türen ein“. Geschäftsführer Tilmann Wolter: „Dass fast alle von uns angesprochenen Unternehmen spontan mitmachten und Erfahrungen beitragen konnten, zeigt, wie wichtig das Thema für uns ist.“

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