Marienstatue der St.-Pantaleon-Gemeinde wurde von Andreas Freckmann restauriert
Madonna in neuem Glanz

Münster-Roxel -

Nach langen Jahren, in denen sie im dunklen Keller aufbewahrt wurde, ist die alte Madonnenskulptur der St.-Pantaleon-Gemeinde wieder in der Pfarrkirche zu sehen.

Freitag, 11.10.2013, 23:10 Uhr

Neuer Glanz: Tischlermeister Andreas Freckmann hat die vermutlich rund 100 Jahre alte Marienstatue der St.-Pantaleon-Gemeinde ehrenamtlich auf Vordermann gebracht.
Neuer Glanz: Tischlermeister Andreas Freckmann hat die vermutlich rund 100 Jahre alte Marienstatue der St.-Pantaleon-Gemeinde ehrenamtlich auf Vordermann gebracht. Foto: sch

Ein sakrales Kleinod kommt nach vielen Jahren wieder ans Tageslicht: Wenn am Montag (14. Oktober) zum Rosenkranzgebet in die St.-Pantaleon-Kirche eingeladen wird, können die Gläubigen die alte Marienstatue der Gemeinde in Augenschein nehmen. Sie war jahrzehntelang nicht mehr im Roxeler Gotteshaus zu sehen und präsentiert sich jetzt in neuem Glanz. Tischlermeister Andreas Freckmann hat sie liebevoll restauriert.

Die Marienstatue sei höchstwahrscheinlich so alt wie der im Jahre 1901 eingeweihte Neubau der Pfarrkirche, vermutet Freckmann. Als Kirchenvorstandsmitglied hatte er sich ehrenamtlich bereit erklärt, die aus Holz gefertigte Madonna mit dem Jesuskind wieder auf Vordermann zu bringen. Jüngere Roxeler werden die Marienstatue gar nicht kennen. Laut Freckmann wurde sie jahrelang im Keller des alten Pfarrhauses, später dann im Pfarrheimkeller gelagert. Jetzt kommt sie in die Kirche zurück.

Obwohl die Statue aufgrund der verwendeten dunklen Beize wie aus Eiche geschnitzt wirke, handele es sich bei ihr um Lindenholz. „Das wurde früher häufig zum Schnitzen genutzt, da es weich ist und sich relativ leicht verarbeiten lässt“, weiß der Fachmann. Freckmann reparierte die beschädigte Krone der Madonna, erneuerte sie in Teilen und überzog sie mit Gold. Den Korpus der Statue arbeitete der Tischlermeister komplett auf. Er polierte ihn von Hand und brachte dabei ein Spezialöl auf.

Genaue Angaben zum Alter der hölzernen Madonna könne er nicht machen, sagt Freckmann. Auch Willi Paus, der 30 Jahre lang in Gremien der Roxeler Gemeinde (Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand) tätig war, kann – obwohl über St. Pantaleon und deren Geschichte bestens informiert – nur Vermutungen anstellen: Er tippt ebenfalls darauf, dass die Marienskulptur im Zusammenhang mit dem Neubau der Pfarrkirche angeschafft wurde. „Die Madonna dürfte um die 100 Jahre alt sein“, meint Paus.

Bis in die 60er Jahre hinein habe es in den Seitenkapellen von St. Pantaleon Altäre gegeben: einen Marienaltar und einen Herz-Jesu-Altar. Aus dieser Zeit sei neben der Madonnen-Skulptur auch noch eine Herz-Jesu-Skulptur vorhanden. Beide seien höchstwahrscheinlich zur Fertigstellung des Roxeler Gotteshauses im Jahre 1901 angeschafft worden. Wer der Schnitzer der Statuen sein könnte, vermag auch Willi Paus nicht zu sagen.

Fest steht laut Elisabeth Rüskamp vom Liturgieausschuss der St.-Pantaleon-Gemeinde, dass die Marienstatue bei den Rosenkranzgebeten in der Pfarrkirche zu sehen sein wird. Möglicherweise werde sie auch einen festen Platz im Gotteshaus bekommen. Darüber lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Gleiches gelte für eine mögliche Restaurierung der Herz-Jesus-Skulptur. Sicher sei jedoch, dass die Gemeinde sich darüber freue, die Marienstatue wieder in der Kirche aufstellen zu können.

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Am Montag (14. Oktober) lädt die St.-Pantaleon-Gemeinde um 16 Uhr zum Rosenkranzgebet mit Gesang, Andacht und Meditation ein.

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