Glanzvolles Konzert zur Fusion
Sänger von St. Pantaleon und St. Ludgerus präsentierten Requiem mit Solisten und Instrumentalisten

Münster-Roxel -

Mit stehenden Ovationen endete der gut einstündige Hörgenuss in St. Pantaleon: Als der Beifall gar nicht enden wollte, stimmte Anna-Sophie Brosig (Sopran) die letzten Zeilen der Mendelssohn-Bartholdy- Hymne („Hör mein Bitten“), unterstützt von Instrumentalisten und Fusions-Chor, kurzerhand erneut an. Es war der Schlusspunkt eines Konzerts, mit dem die Gläubigen die vor einem Jahr mit St. Ludgerus (Albachten) vollzogene Pfarrfusion glanzvoller kaum hätten feiern können.

Montag, 25.11.2013, 22:11 Uhr

Musikalische Meisterklasse bewiesen Gesangssolisten, Instrumentalisten und der Fusions-Chor unter Leitung von Andreas Oberdorf in St. Pantaleon.
Musikalische Meisterklasse bewiesen Gesangssolisten, Instrumentalisten und der Fusions-Chor unter Leitung von Andreas Oberdorf in St. Pantaleon. Foto: tu

Ensembleleiter Andreas Oberdorf, der das facettenreiche Gefüge aus Chorgesang, kleinem Orchester und vier Gesangssolisten zusammenhielt, bewies ein glückliches Händchen gleich in mehrfacher Hinsicht. Nicht nur gelang es ihm, dem bisher nur wenig beachteten Requiem in C von Charles Gounod (1818-1893) dank bravouröser Umsetzung zu neuer Aufmerksamkeit zu verhelfen. Mit Heeja Yang (Mezzosopran, Alt), Anna-Sophie Brosig (Sopran), Stefan Sbonnik (Tenor), Enno Kinast (Bass-Bariton) sowie einigen In­strumentalisten, ebenfalls aus Oberdorfs Bekanntenkreis, erhielt der Chor professionelle Unterstützung – und fuhr zur Höchstform auf.

Da wurde aus dem Flehen der spätromantischen Klangfarben in Gounods Werk, der lateinischen Totenmesse nachempfunden, ein klangliches Schwelgen, aber immer punktgenau. Die Akustik des Kirchenschiffs verstärkte den festlichen Charakter der rundum gelungenen Aufführung: Elegisch kam das Agnus Dei daher – mit schönen Chorstimmen und besonders einfühlsamen orchestralen Einwürfen. Magische Momente erlebte das Publikum dank souveräner Darbietungen sowohl solo als auch tutti.

„Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré (1845-1924) für Solisten und Streichorchester und „Pie Jesu“ von Maurice Duruflé (1902-1986) für Mezzosopran, Cello und Orgel umrahmten Gounods Requiem.

„Unser Ziel war es, relativ unbekannte Werke vorzustellen“, sagte Andreas Oberdorf im Gespräch mit den WN. Dies dürfte allen Ausführenden mit dieser großartigen Hommage an die französische Spätromantik vollends gelungen sein. Mendelssohn Bartholdy als i-Tüpfelchen fügte sich nahtlos ein.

Im Projektchor, so Oberdorf, möchte man interessierte Gesangstalente zusammenführen und die Kontakte zwischen den Gemeindeteilen fördern. Pfarrer Dr. Christian Schmitt versäumte es vor dem Konzert nicht, allen Akteuren für ihren beherzten Einsatz und dem Fusionschor für die Gestaltung der Gottesdienste zu danken: „Glückwunsch für das Einjährige, das wir mit diesem Konzert feiern!“

Wer Interesse am Mitsingen hat, ist willkommen: Der Projektchor probt wieder am 29. März (17 Uhr) im Pfarrheim St. Ludgerus (Albachten) und am 30. März (11 Uhr) im Pfarrheim St. Pantaleon (Roxel).

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