Stadt will am künftigen Roxeler Bahnhaltepunkt eine Park & Ride-Anlage bauen
Vom Pkw direkt auf die Schiene

Münster-Roxel -

Die Stadt Münster lässt sich nicht lumpen: Um dem geplanten Roxeler Bahnhaltepunkt weitere Attraktivität zu bescheren, will sie im kommenden Jahr für eine Bus-, Pkw- und Schienenanknüpfung sorgen. Das soll rund 630 000 Euro kosten.

Mittwoch, 04.12.2013, 23:12 Uhr

Das Projektareal: In diesem Bereich der Pienersallee soll sich der künftige Schienenhaltepunkt befinden. Bahnsteig, Bussteig sowie Park & Ride-Anlage sind östlich des Gleisstrangs (l.) geplant.
Das Projektareal: In diesem Bereich der Pienersallee soll sich der künftige Schienenhaltepunkt befinden. Bahnsteig, Bussteig sowie Park & Ride-Anlage sind östlich des Gleisstrangs (l.) geplant. Foto: sch

Pünktlich zum Inkrafttreten des Winterfahrplans 2014 soll die Wiedereröffnung des Roxeler Schienenhaltepunkts erfolgen. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland (ZVM) und die Deutsche Bahn AG wollen den Bahnsteig – wie berichtet – im kommenden Jahr bauen. Doch auch die Stadt Münster wird nicht untätig sein: Sie will am Haltepunkt eine Park & Ride-Anlage nebst Bussteig errichten. Das soll nach den Plänen des Tiefbauamts im zweiten Quartal nächsten Jahres geschehen und 630 000 Euro kosten.

Bahn und ZVM werden an der Pienersallee an der Ostseite des Schienenstrangs für die künftigen Fahrgäste einen etwa 120 Meter langen Bahnsteig anlegen. Dieser soll barrierefrei und mit einer Wetterschutzeinrichtung ausgestattet sein. Um dem Haltepunkt gesteigerte Attraktivität zu verleihen, will die Stadt diesem als „integralen Bestandteil“ eine Park & Ride-Anlage samt Bussteig zur Seite stellen. „Vom Pkw oder Fahrrad beziehungsweise Bus direkt auf die Schiene umsteigen“, lautet die Devise.

Die Anlage soll 33 Kraftfahrzeugen Parkraum bieten. Zwei der Stellplätze sind Behinderten vorbehalten. Außerdem soll es eine verschließbare Fahrrad-Abstellanlage für 60 Leezen geben. Rund 70 weitere Fahrräder können darüber hinaus an Anlehnbügeln in frei zugänglichen Bereichen abgestellt werden.

Niveaugleich mit dem Bahnsteig soll der Bussteig gebaut werden, um eine barrierefreie Bus-/Schieneverknüpfung zu gewährleisten. Eine Standardwartehalle der Stadt Münster sowie ein Fahrgastinformationssystem (FIS-Säule) sind ebenfalls vorgesehen.

Das Park & Ride-Terrain ist als Buswendeanlage mit einer sechs Meter breiten Fahrbahn konzipiert. Es wird direkt an die Pienersallee angeschlossen. Auch eine Fußweganbindung sowie ein Fahrbahnteiler zum sicheren Erreichen des Haltepunkts in Höhe des Hauses Pienersallee 55 sind geplant.

Die Bauzeit für das Park & Ride-Areal nebst Bussteig veranschlagt das städtische Tiefbauamt mit sechs Monaten: „Der Bauablauf wird so geplant, dass eine Inbetriebnahme des Bahnhaltepunkts zum Winterfahrplan 2014 möglich ist“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. 90 Prozent der Bausumme sollen mit Landesmitteln bestritten werden. Als Folgekosten werden für die Unterhaltung der Anlage jährliche Ausgaben in Höhe von 6800 Euro sowie Abschreibungen von etwa 12 600 Euro erwartet.

Da zur Durchführung des Projekts am Schienenhaltepunkt Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind, soll im Nachbarbereich südwestlich der Bahnlinie und der Pienersallee ein Gewässerlauf entrohrt werden. Darüber hinaus sind Ausgleichsmaßnahmen in der Hohen Ward geplant.

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