Der Roxeler Posaunist Martin Symanowski
Urgestein der Jazz-Szene

Münster-Roxel -

Er ist weit über die Grenzen des Münsterlands hinaus bekannt: Martin Symanowski hat sich seit Jahrzehnten der Jazz-Musik verschrieben.

Freitag, 30.05.2014, 23:05 Uhr

Ein Urgestein der münsterischen Jazz-Szene: Martin Symanowski (66) hat sich mit Leidenschaft dem Dixieland und Swing verschrieben – und das seit mehr als fünf Jahrzehnten.
Ein Urgestein der münsterischen Jazz-Szene: Martin Symanowski (66) hat sich mit Leidenschaft dem Dixieland und Swing verschrieben – und das seit mehr als fünf Jahrzehnten. Foto: tu

„Die vielen Besetzungen“, sagt Martin Symanowski schmunzelnd, „sind ja kaum noch zählbar, Jazz ist unser Lebenselixier!“ Der 66-jährige Roxeler, bekannt unter dem Künstlernamen „Marty Syman“ nebst gleichnamiger Begleitband, ist mit dem warmen Sound seiner Posaune solider Garant für unverfälschten Dixie- und Oldtime-Jazz münsterischer Herkunft. Und das seit mehr als fünf Jahrzehnten: Symanowski dürfte zu den Urgesteinen der heimischen Szene zählen, wobei der Bekanntheitsgrad des erfahrenen Posaunisten weit über die Grenzen des Münsterlands hinausgeht.

„Münster schmückt sich gerne mit unserer Band“, erzählt der Roxeler, der dank des Ansporns seines Musiklehrers schon als Gymnasiast mit der ersten Truppe in den Schulräumen proben durfte. Nicht nur beim alljährlichen Mai-Spektakel am Parkhotel Schloss Hohenfeld sorgt seine gestandene Formation stets für beachtliche Besucherzahlen. Auch beim NRW-Tag in Bonn und anderen landesweiten Kultur-Events hat er mit seiner Band schon mitgemischt.

„Richtig los mit vielen auswärtigen Konzertterminen ging es schon in unserem Gründungsjahr 1989“, erinnert sich Symanowski. Damals traten die Münsteraner beim frisch aus der Taufe gehobenen Jazzfest in Gronau auf. „Die großen Namen gastierten dort erst viel später, weil die finanziellen Mittel noch begrenzt waren“, weiß der Bandleader. Er gehört nach eigenem Bekunden zu den Mitbegründern des „Jazz Club Münster“, der bis Ende der 80er Jahre bestanden habe. Solider Jazz der alten Schule eben, das Markenzeichen von Marty Syman.

Mit sichtlichem Stolz erzählt er von seiner Begegnung mit dem bekannten Posaunisten Albert Mangelsdorff im zarten Alter von 15 Jahren: „Das gab die Initialzündung!“ Symanowskis erstes Instrument war ein Leihinstrument aus einem Bremer Posaunenchor. Unterricht erhielt er von Günter Waras, seinerzeit erster Posaunist beim Sinfonieorchester der Städtischen Bühnen. Die Formation „Smoke-House-Six plus One“, gegründet im Jahre 1974, bildete Symans nächste Station. Weitere Begegnungen mit großen Namen folgten.

So begleitete die „Marty Symans Band“ das Sextett des französischen Sopransaxofonisten René Franc in der Halle Münsterland; und einmal gab es eine Jam-Session mit der „halben James-Last-Band“ in Harsewinkel. Dass nach einem Band-Gig in Wiedenbrück die belgische Mundharmonika-Legende Toots Thielemans das Gespräch mit den swingenden Westfalen suchte, hat Symanowski bis heute nicht vergessen.

150 Titel „aus dem Hut“ beherrsche seine Truppe, angefangen von Dixie-Nummern („Sweet Georgia Brown“) über Swing bis hin zu Latin („The Girl from Ipanema“). „Immer wieder neue Interpretationen aus den alten Standards rausholen“ – das macht für Martin Symanowski den Reiz des Jazz aus.

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