Stadt lässt beschädigtes Kunstwerk an der Ecke Pantaleonstraße / Roxeler Straße wieder aufstellen
Der Torbogen ist zurück

Münster-Roxel -

Nach etlichen Monaten im städtischen Bauhof kehrt der bei einem Unfall beschädigte Torbogen des Kunstobjekts „Torbogen & Stele“ wieder an seinen angestammten Platz im Herzen Roxels zurück.

Montag, 02.06.2014, 23:06 Uhr

Rückkehr an die Pantaleonstraße: Thomas und Jörg Groneick stellen den Torbogen wieder am angestammten Platz im Herzen Roxels auf.
Rückkehr an die Pantaleonstraße: Thomas und Jörg Groneick stellen den Torbogen wieder am angestammten Platz im Herzen Roxels auf. Foto: sch

Wieder da, Heimkehr nach fast sieben Monaten! So mancher, der im Roxeler Ortskern unterwegs war, wird es bemerkt haben: Das von der Künstlerin Britta Leßmann geschaffene Kunstwerk „Torbogen & Stele“ ist wieder komplett. Der bei einem Unfall beschädigte und daraufhin abgebaute Torbogen wurde im Auftrag der Stadt am Montag wieder am angestammten Platz an der Ecke Pantaleonstraße / Roxeler Straße installiert. Mitarbeiter eines Roxeler Fachunternehmens stellten den 1,5 Tonnen schweren Betonbogen auf.

„Das Kunstwerk soll wieder in neuem Glanz erstrahlen“, sagt Reiner Bertling. Der Fachmann von städtischen Amt für Immobilienmanagement hatte sich in den vergangenen Monaten um die Wiederaufstellung des Kunstobjekts gekümmert. Der Torbogen wurde – wie berichtet – am 17. Oktober vergangenen Jahres von einem Lkw-Fahrer beim Rangieren übersehen und so stark beschädigt, dass er umfiel. Aus „Sicherheitsgründen und aus Gründen der Gefahrenabwehr“ wurden der Bogen und eine nicht mehr standfeste Betonstütze abtransportiert und im städtischen Bauhof eingelagert.

Nachdem ein Standsicherheitsnachweis erstellt worden war, wurden in den vergangenen Wochen zwei neue Stahlbetonfundamente für die neuerliche Torbogen-Aufstellung gegossen. „Das war nötig, um die Standsicherheit des dreiteiligen Objekts zu gewährleisten“, erläutert Bertling. „Kleine beim Unfall entstandene Haarrisse am Torbogen wurden als zusätzliche Sicherung mit von außen nicht sichtbaren Edelstahlgewindestangen vernadelt.“

Da die Fundamente auf der Freifläche an der Ecke Pantaleonstraße / Roxeler Straße ausgehärtet waren, rückte am frühen Montagmorgen das Brüderpaar Thomas und Jörg Groneick, Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Unternehmens, mit einem Teleskoplader an und brachte den aus Sichtbeton gefertigten und etwa drei Meter hohen Torbogen in der Nachbarschaft der Stele wieder in Stellung. Auch die notwendigen Pflasterarbeiten nahm das Duo bereits in Angriff.

Die ausstehenden Restarbeiten sollen laut Reiner Bertling am Mittwoch durchgeführt werden: Die durch den Unfall entstandenen kleineren Abplatzungen an den Betonteilen des Torbogens werden nach Vorgabe des Amts für Immobilienmanagement von einem Restaurator beseitigt. „Diese Arbeiten können ohne Absperrungen durchgeführt werden, sodass der Platz wieder komplett genutzt werden kann und es zu keinen Einschränkungen kommt“, erläutert Bertling.

Die Gesamtkosten für den Ab- und Wiederaufbau des Torbogens – er besteht aus einem Rundbogen, der auf zwei rechteckigen Betonstützen befestigt ist – beziffert der Fachmann vom Amt für Immobilienmanagement mit „zirka 5500 Euro“. Die Versicherung des Lkw-Fahrer kommt dafür auf.

Das in städtischem Besitz befindliche Kunstwerk „Torbogen & Stele“ wurde im Jahr 1997 auf dem Platz an der Ecke Pantaleonstraße / Roxeler Straße aufgestellt. Allerdings finden es nicht alle Roxeler Bürger toll: Im Volksmund wird das aus dem Bogen und einer Stele bestehende Ensemble mitunter auch „Kimme und Korn“ genannt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2492804?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F2164850%2F2572980%2F
Moderner Vollzug: Kinderspiel hinter hohen Mauern
Einen Einblick in Räumlichkeiten und die tägliche Arbeit gewährte die JVA Münster am Dienstag. Einrichtungsleiter Carsten Heim und Dorothee Eisen (Koordinatorin für den Familienbesuch) präsentierten dabei auch den neuen Familienraum (o.l.).
Nachrichten-Ticker