Roxeler hat Holzkunstwerke nach dem Vorbild der englischen Henge-Monumente geschaffen
„Woodhenge II“ in Stöpplers Garten

Münster-Roxel -

Historische Monumente und moderne Plastiken haben es dem Roxeler Ruheständler Heinz Stöppler angetan. Ein Blick in seinen Garten erstaunt.

Freitag, 06.06.2014, 23:06 Uhr

In seinem Garten hat Heinz Stöppler sein eigenes „Woodhenge II“ erschaffen. Auch einige bunten Plastiken hat der Roxeler Unternehmer Heinz Stöppler nach einer Vorlage des Designers Dieter Sieger gebaut.
In seinem Garten hat Heinz Stöppler sein eigenes „Woodhenge II“ erschaffen. Auch einige bunten Plastiken hat der Roxeler Unternehmer Heinz Stöppler nach einer Vorlage des Designers Dieter Sieger gebaut. Foto: mfe

Mystische Orte faszinieren Heinz Stöpp­ler. Der Roxeler begeistert sich für die Osterinseln, Stonehenge, Ayers Rock oder die Pyramiden. Als künstlerisch nicht ganz unbegabter Mensch wollte er einen mystischen Ort auch für seinen eigenen Garten schaffen. Eine Moai-Statue nach dem Vorbild der riesigen Steinskulpturen von den Osterinseln sollte es sein.

Aus einem Holzstamm wollte er die Figur herstellen. „Nach ersten Plänen beschloss ich sogar, mehrere säulenartige Skulpturen herzustellen – ich wollte sozusagen ein ,Woodhenge‘ erschaffen“, berichtet Stöppler. „Ich war davon überzeugt, dass ,Woodhenge‘ meine Erfindung ist.“ Doch ein Fernsehbericht brachte die Enttäuschung: Ein „Woodhenge“ gibt es schon seit 7000 Jahren als Hengemonument in England, und es ist sogar älter als Stonehenge.

„Bei ,Woodghenge‘ handelt es sich um Holzpfosten, die ursprünglich vermutlich ein Tempeldach trugen“, hat Stöppler erfahren. Dann sollte es eben „Woodhenge II“ im Garten der Familie Stöpp­ler geben: Auf einem Platz auf einer kleinen Anhöhe hinter dem Teich hat der Roxeler seinen Plan nun umgesetzt. Ein Halbkreis mit fünf Säulen steht dort. „Ich wollte in meinem Werk die verschiedenen Kulturkreise verbinden.“ Aus Eichenholz hat Stöppler sein „Woodhenge“ erschaffen. Fünf Säulen mit Kapitellen aus Baumscheiben. Jede hat er einem Erdteil zugeordnet und entsprechend mit germanischen Runen beschriftet.

Auf der mittleren Säule befindet sich ein Moai, ganz außen ein etwas grimmig dreinschauender Aborigine. Eine der Säulen ist achteckig als Symbol für die Unendlichkeit. Die beiden anderen Baumstämme hat der Unternehmer im Ruhestand mit keltischen Symbolen verziert. Verbunden sind die Säulen mit Bohlen, auf denen dann auch noch die Westfälische Heimat Stöpp­lers deutlich wird. Denn auf den Bohlen findet sich eine plattdeutsche Inschrift: „Wo issen ligg un Eken wasst, do wasst auk Lüe de dobi passt“.

Eine Baumscheibe vor den Säulen soll die Sonne darstellen, deren Strahlen auf die Erdteile gerichtet sind. Die gepflasterten Felder zwischen den Sonnenstrahlen stehen für Stöppler als Symbol für das Weltall.

Die Großskulptur ist nicht das einzige Werk, das der Roxeler für seinen Garten geschaffen hat: Auf dem Rasen stehen bunte Plastiken, die der Roxeler nach einer Vorlage des Designers Dieter Sieger gebaut hat. Auch viele weitere Skulpturen hat Stöpp­ler, dem es im Ruhestand mit seinem Hobby garantiert nicht langweilig wird, angefertigt. Als Künstler will er sich aber nicht bezeichnen. „Kunst wird es erst durch eine sachkundige Erklärung – möglichst durch einen bärtigen Professor.“

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