Immer noch kein Radweg am Bahnübergang Tilbecker Straße 
Lückenschluss lässt auf sich warten

Münster-Roxel -

Viele „Leezenritter“ ärgern sich darüber: Obwohl der Bürgerradweg bereits im September 2012 fertig war, fehlt nach wie vor eine Möglichkeit, um den Bahnübergang an der Tilbecker Straße sicher per Rad zu queren.

Freitag, 13.06.2014, 23:06 Uhr

Gefahrenpunkt an der Tilbecker Straße: Da sich der Radweg bislang nicht über den Bahnübergang erstreckt, müssen sich Radler in diesem Bereich die enge Straße mit motorisierten Verkehrsteilnehmern teilen. Dabei kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen.
Gefahrenpunkt an der Tilbecker Straße: Da sich der Radweg bislang nicht über den Bahnübergang erstreckt, müssen sich Radler in diesem Bereich die enge Straße mit motorisierten Verkehrsteilnehmern teilen. Dabei kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Foto: sch

Der letzte Abschnitt wurde bereits im September 2012 erfolgreich abgeschlossen und der „Bürgerradweg Tilbecker Straße“ zur Freude vieler Fahrradfahrer feierlich eingeweiht. Gleichwohl gibt es immer noch ein gravierendes „Manko“, das vielen Nutzern der beliebten Radelverbindung in den Kreis Coesfeld ein Dorn im Auge ist: Für das rund 200 Meter lange Teilstück am Bahnübergang in der Bauerschaft wurde immer noch keine Lösung gefunden. Dort fehlt ein Stück sicheren Radwegs.

„Das ist auf jeden Fall eine Gefahrenstelle“, sagt Georg Wigger vom Vorstand der bürgerschaftlichen Roxeler Radwegebauer. Es sei zweifellos im Sinne vieler Roxeler, dass am Bahnübergang etwas geschehe. Es sei allerdings etwas Bewegung in die Sache gekommen: Die Deutsche Bahn AG habe bereits einen „Rohentwurf“ zur Beseitigung der Gefahrenstelle ausarbeiten lassen. Bahn und Straßen NRW sind im Hinblick auf den Radweg-Lückenschluss am Übergang die maßgebenden Akteure.

Des Öfteren gab es in den vergangenen Monaten besorgte Stimmen von „Leezenrittern“, die sich darüber ärgern, am Bahnübergang abrupt auf die enge Straße fahren zu müssen, um von einem Teil der Radwegverbindung zum anderen zu gelangen.

„Die Schrankenanlage am Bahnübergang an der Tilbecker Straße arbeitet in der Regel zuverlässig. Insofern geht vom eigentlichen Bahnverkehr für die Radfahrer keine große Gefahr aus. Problematisch ist aber die Tatsache, dass der Übergang in einer scharfen S-Kurve liegt, sodass die Fahrbahnen hier oft von den Kraftfahrzeugen geschnitten werden. Dann kommen Fußgänger und Radfahrer in Gefahr und müssen auf den huckeligen Randsteifen im Schienenbereich ausweichen. Nach dem Öffnen der Schranken wollen alle Verkehrsteilnehmer gleichzeitig loslegen, das geht kaum ohne Risiko“, heißt es in einer Zustandsbeschreibung des Vereins Bürgerradweg Tilbecker Straße.

Im Gespräch mit den WN bestätigte Josef Brinkhaus, Sprecher der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen NRW, dass es mittlerweile ein erste Planung für die Weiterführung des Radwegs im Bereich des Bahnübergangs gibt. Dieser Entwurf sei von einem Ingenieurbüro erstellt und das Konzept mit der Deutschen Bahn abgestimmt worden.

Dabei handele es sich allerdings nicht um die von der Bahn angestrebte Optimallösung mit einer Vollbeschrankung, sondern um eine kostengünstigere Lösung, die den Radweg mit einer Umlaufsperre absichere. Um diese zu installieren und auch die notwendigen Anschlussarbeiten zwischen beiden Radwegabschnitten an der Tilbecker Straße (L 843) durchzuführen, müssten rund 150 000 Euro investiert werden, so Brinkhaus weiter.

Eine Prognose, wann gebaut werden kann, vermochte der Sprecher von Straßen NRW nicht abzugeben. Zum einem müsse noch Grunderwerb getätigt und zum anderen geklärt werden, ob die notwendigen Finanzmittel überhaupt vorhanden seien. Darüber hin­aus müsse die Maßnahme auch noch ausgeschrieben werden.

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