Welche Voraussetzungen müssen Pferd und Reiter für das Fuchsschwanzgreifen erfüllen?
Waghalsige Verfolgungsjagd

Münster-Roxel -

Waghalsige Wendemanöver und schnelle Stopps werden beim Fuchsschwanzgreifen von Pferden und Reitern verlangt. So auch bei der Fuchsjagd, die der Reit- und Fahrverein Roxel am Wochenende durchführt.

Mittwoch, 22.10.2014, 22:10 Uhr

Ein spektakuläres Schauspiel werden am Samstag (25. Oktober) wieder einige Reiter des Reit- und Fahrvereins (RuF) Roxel bieten, wenn sie um 15.15 Uhr an der Reithalle (Bösenseller Straße 6) zum traditionellen Fuchsschwanzgreifen antreten. Wilde Verfolgungsjagden , waghalsige Wendemanöver und mutige Griffe nach der Schulter des Vorjahresmajors, an der der Fuchsschwanz befestigt ist, ziehen die Zuschauer in ihren Bann.

Gewöhnlich werden die Ponys und Pferde ganz anders geritten. Was ist also an Vorbereitung erforderlich, damit die Vierbeiner bei diesem Wettkampf mitarbeiten? „Jeder Teilnehmer der Fuchsjagd sollte schon mal mit dem Pferd ins Gelände geritten sein“, gibt Sophie Pier-Eiling zu bedenken, die beim RuF für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Denn vor dem Fuchsschwanzgreifen findet ab 8.30 Uhr der Ausritt durch die Bauerschaften mit Stopps bei den Vorjahres-Fuchsmajoren statt. „Junge Pferde mögen die Gesellschaft von anderen, erfahrenen Pferden, dadurch wird es für sie leichter“, erläutert Pier-Eiling. „Es beruhigt sie, wenn die älteren Pferde manche ungewohnte Situationen schon kennen und sie gelassen hinnehmen, wie zum Beispiel die Begegnung mit einem Trecker.“

Die jungen Pferde würden sich viel von den erfahrenen Tieren abschauen. „Und das Reiten in einer größeren Gruppe reißt sie mit.“ Der Weg führt nach Möglichkeit über Reitwege. Wenn das nicht möglich ist, werden jedoch auch asphaltierte Wege genutzt.

Für das Fuchsschwanzgreifen wird nicht mit allen Pferden regelmäßig geübt, berichtet Sophie Pier-Eiling. „Wenn jemand sich vornimmt, den Fuchsschwanz zu holen, kann er mit dem Pferd dafür trainieren.“ Eine gute Kontrolle und reiterliches Können seien dabei gefragt. „Da muss man schon etwas mehr Gas geben, um den Schwanz greifen zu können“, weiß Pier-Eiling. Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Pferd und Reiter müsse für diesen Einsatz gegeben sein. „Die Reiter müssen geübt und sattelfest sein. Sie müssen ruhig bleiben, denn das spürt ein Pferd.“

Bei Kindern und Jugendlichen müsse der Reitlehrer einschätzen, ob sie den Wettkampf schon austragen können. Wenn nicht das eigene Pferd geritten wird, entscheidet der Besitzer, ob das Tier mitwirken darf.

Nach dem Wettkampf wird etwas im Schritt geritten, damit die verschwitzten Pferde wieder trocknen können und auf Normaltemperatur kommen. Am nächsten Tag sollten sie ausreichend bewegt werden, um einem Muskelkater vorzubeugen.

Zum Thema

Nichtreiter können die Fuchsjagd auf einer Kutsche oder im Planwagen erleben. Informationen bei Claudia Zölzer, ✆ 0 25 34/89 48.

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