St. Anna wird umgebaut
Bänke bleiben im Mittelschiff

Münster-mecklenbeck -

Kirchenvorstand und Architektin informierten über die Pläne zum Umbau der St.-Anna-Kirche.

Montag, 27.04.2015, 11:04 Uhr

Sie informierten über die Pläne für die Bestuhlung der St.-Anna-Kirche (v.l.): Heinrich Rövekamp, Mitglied im Kirchenvorstand der St.-Anna-Gemeinde, Architektin Diana Danne, Pfarrer Dr. Christian Schmitt und Wolfgang Durynek, Mitglied im Bauausschuss der Gemeinde.
Sie informierten über die Pläne für die Bestuhlung der St.-Anna-Kirche (v.l.): Heinrich Rövekamp, Mitglied im Kirchenvorstand der St.-Anna-Gemeinde, Architektin Diana Danne, Pfarrer Dr. Christian Schmitt und Wolfgang Durynek, Mitglied im Bauausschuss der Gemeinde. Foto: sn

Sichtlich aufgebracht griff Pfarrer Dr. Christian Schmitt in der St.-Anna-Kirche nach dem Mikro. Er höre die Mecklenbecker Gerüchteküche brodeln, meinte der Geistliche, der sich nach eigenen Worten Sorgen darum macht, „wie wir mitein­ander umgehen.“ Worte könnten großen Schaden anrichten. Und überhaupt: Mecklenbeck sei nicht Limburg .

Es ging um Bänke und um Stühle. Kritiker hatten sich zu Wort gemeldet, die befürchteten, dass die Bänke in der St.-Anna-Kirche durch Stühle ersetzt würden (wir berichteten). Deswegen war kurzfristig eine Informationsveranstaltung in der Kirche anberaumt worden. Nach dem Gottesdienst wollten die Verantwortlichen der Gemeinde mitteilen, welche Pläne es gibt.

Bereits zu Beginn beruhigte Claudia Korsmeier, die Vorsitzende des Rats der Seelsorgeeinheit Münster-West: „Es wird weiterhin Bänke und Stühle geben.“ Die Umbaumaßnahmen in der St.-Anna-Kirche, die am Pfingst-Wochenende beginnen und am ersten Advent abgeschlossen sein sollen, haben jedoch Auswirkungen.

Architektin Diana Danne stellte die Baumaßnahmen vor. Es bestehe Handlungsbedarf: Die Fußbodenheizung müsse erneuert und die Betonwände müssten gesäubert werden. Alle Bänke und die im Seitenschiff vorhandenen Stühle müssten deswegen ohnehin ausgeräumt werden. Im Erdgeschoss soll erstmals ein eigener Gemeindesaal entstehen, der mit einer mobilen Schiebetür vom Kirchenschiff abgetrennt werden soll. In diesem 95 Quadratmeter großen Saal solle es eine neue Bestuhlung geben. Die Sitzbänke blieben im Mittelschiff erhalten. Im Kirchenraum werde es nur parallel zur seitlichen Altarkante einige Stühle geben. Dies sei bei der Entstehung der Kirche ohnehin geplant gewesen, meinte die Architektin.

Neue Stühle würden benötigt, denn die alten genügten nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen, erklärte Pfarrer Schmitt: „Dann können wir uns auch gleich ein paar mehr besorgen.“ Die Öffentlichkeit sei in all diese Pläne mit einbezogen: Deswegen sei Mecklenbeck gerade nicht Limburg, so wie es im Vorfeld von Kritikern hieß. Architektin Diana Danne kündigte an, dass die Gemeindemitglieder nach dem Ausräumen der Kirche noch einmal ein Mitspracherecht hätten. Dann würde einmal alles provisorisch so hergerichtet, wie es später werden solle. Das könne sich jeder anschauen. „Geben sie unseren Plänen eine Chance“, sagte Pfarrer Schmitt.

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